Strache: Nach Verzetnitsch-Rücktritt jetzt auch Verantwortung Gusenbauers klären

BAWAG-Skandal ist noch lange nicht vom Tisch

Wien (OTS) - "Mit dem Rücktritt Verzetnitschs ist der
BAWAG-Skandal noch lange nicht vom Tisch", sagte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. Mit dem Rücktritt des ÖGB-Chefs könne die Angelegenheit nicht abgehakt werden. Es sei außerdem völlig absurd, daß Verzetnitsch jetzt für seinen Rücktritt auch noch gelobt werde. "Daß jemand, der in Machenschaften dieses Ausmaßes verwickelt ist, zurücktritt, sollte sich von selbst verstehen", erklärte Strache. "Verzetnitsch hätte sofort nach Bekanntwerden des Skandals die Konsequenzen ziehen müssen."

Strache vermutet, daß bisher nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs bekannt geworden sei. Auch die Verantwortung der SPÖ sei zu klären. "Egal ob Konsum, Bank Burgenland, ARBÖ, BAWAG - die SPÖ hat überall federführend ihre Finger im Spiel", meinte Strache. Es könne kein Zufall sein, daß andauernd SPÖ-nahe Organisationen und Unternehmen in Finanzskandale verwickelt seien.

Daher sei jetzt auch SPÖ-Obmann Gusenbauer unmittelbar betroffen, betonte Strache. Verzetnitsch sei schließlich einer der höchsten SPÖ-Führungsfunktionäre und quasi Gusenbauers "Synchronschwimmer". Die beiden seien auf Gedeih und Verderb aneinandergekettet und so etwas wie die siamesischen Zwillinge der SPÖ. Es könne kaum sein, daß Gusenbauer über die Machenschaften Verzetnitschs nicht informiert gewesen sei.

Der BAWAG-Skandal müsse lückenlos aufgeklärt werden, forderte Strache, der auch einen parlamentarischen Untersuchungsausschuß für ein geeignetes Mittel hält. "Verzetnitsch soll nicht glauben, daß ihn ein Rücktritt vor seiner Verantwortung rettet. Und Gusenbauer und Co. sollen nicht glauben, daß die Angelegenheit für sie ausgestanden ist." Viele Dinge wie etwa die Abfertigung Elsners seien noch zu klären.

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