Gorbach zu Verzetnitsch-Rücktritt: Späte Einsicht

Rücktritt als Startschuss für lückenlose Aufklärung

Wien (OTS) - Als "späte Einsicht" bezeichnete der geschäftsführende BZÖ-Obmann, Vizekanzler Hubert Gorbach, den heutigen Rücktritt des ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch. "Mit diesem Schritt ist es allerdings für den ÖGB und die SPÖ nicht getan. Das sage ich für den Fall, dass die Damen und Herren in der Löwenstraße glauben, damit sei alles erledigt", so Gorbach über die Entscheidung Verzetnitschs, die offensichtlich nur auf großen Druck zustande gekommen ist, nachdem sich der ÖGB-Chef erst gestern noch völlig unwillig gezeigt hatte, Konsequenzen zu ziehen. Dieser Schritt könne folglich nur den Anfang einer lückenlosen Aufklärung der "Machenschaften des roten Netzwerks" sein. *****

Nach wie vor sei ungeklärt, welche Rolle etwa Ex-Bundeskanzler Viktor Klima oder andere hochrangige SPÖ-Vertreter im BAWAG-Verlust-Skandal gespielt hätten. Ebenso stünde der Verdacht des Verstoßes gegen das Bankengesetz, des Körperschaftssteuerbetrugs, der Vorspiegelung falscher Tatsachen und jener der Vorteilnahme im Raum. Gorbach: "Die wahren Eigentümer der BAWAG - nicht etwa die SPÖ-ÖGB-Bonzen, wie diese offenbar selbst immer der Meinung waren - sondern die kleinen Gewerkschaftsmitglieder haben ein Recht darauf, alles zu erfahren".

Die alles entscheidende Frage für die SPÖ und Alfred Gusenbauer sei spätestens jetzt beantwortet: Wenn die Sozialisten nicht einmal eine Bank führen können, wer sollte ihnen zutrauen, einen Staat zu lenken? "Ob Konsum-Pleite, Verstaatlichten-Skandale, Bank Burgenland-, ARBÖ-und BAWAG-Fiasko - die SPÖ beweist in beängstigend regelmäßigen Abständen, dass sie dazu nicht in der Lage ist. Der Wähler sollte ihr deshalb zum eigenen und zum Schutze Österreichs nicht die Gelegenheit dazu geben", schloss der geschäftsführende BZÖ-Obmann. (Schluss)

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