Medienfrauen-Termin: 8. Österreichischer Journalistinnenkongress 30. und 31. März: Vorträge, Diskussionen und "Internationale Vernetzung"

Wien (OTS) - Mehr als 250 Medienfrauen und 50 Referentinnen, darunter einige aus anderen EU-Ländern, werden sich am 30. und 31. März der internationalen Vernetzung widmen. Zu Mitarbeit und Mitdenken laden 5 Workshops ein: Die "Sportjournalistinnen" werden die Chancen für Frauen in einer der letzten "Männerbastionen" ventilieren. Ob es ein "Spannungsfeld der Generationen" gibt und was die zumeist in unterschiedlicher Arbeitsweise und Ausbildung, unterschiedlicher Bezahlung oder schwierigem Berufszugang gelegenen Gründe sind, wird ein weiteres Thema sein. Wie ist es sprachlich und inhaltlich um die "Gendersensibilität" bestellt; journalistische Qualität kontra Routinen ist hier gefragt. Um die optimale Zusammenarbeit von Journalismus und PR geht es in einem weiteren Workshop. Auch die Chancen von "Medienfrauen mit Migrationshintergrund" und die Frage nach der Verbesserung ihrer Arbeitsplatzchancen wird Thema eines Arbeitskreises sein.

Mit Spannung erwartet wird die Podiumsdiskussion am Donnerstag Abend "Qualitätsjournalismus unter Druck?" unter der Leitung von Dr. Margit Czöppan mit Dr. Susanne Glass vom ARD (Präsidentin des Verbandes der Auslandsjournalisten), Livia Klingl vom Kurier (Ressortleiterin Aussenpolitik), Eva Maria Kubin, Programmchefin der Antenne Steiermark (Initiative Qualitätsjournalismus), Dr. Gertraud Leimüller von den Salzburger Nachrichten (Wirtschaftsredaktion Wien), Dr. Anneliese Rohrer (Leiterin FH-Studiengang Journalismus) und Dr. Antonia Rados von RTL Paris (angefragt). Am Freitag werden journalismusverwandte Berufe vorgestellt, um hier einen Einblick in die Vielfalt zu geben. Jeweils eine Infobrokerin, Wahlkampfmanagerin, Lobbyistin, Ghostwriterin oder Markt- und Meinungsforscherin werden ihre Tätigkeit, die Anforderungen, Qualifizierung und Eignung sowie die Arbeitsmarktchancen erläutern.

Mehr Frauen in den redaktionellen Teil der Medien zu bringen - im Vorjahr waren es in Tageszeitungen gerade einmal 18 % - ist ein großes Kongress-Anliegen. Dazu präsentiert KR Daniela Schwarz (Organisation Österreichischer Journalistinnenkongress) die aktuelle Kongressstudie und Karen Ross (Professor der University of Coventry) und Marlies Hesse (Deutscher Journalistinnenbund) berichten von GMMP, dem Global Media Monitoring Project über internationale Erfahrungen der Frauenpräsenz in Medien. Über Erfahrungen mit Expertinnendatenbanken aus Österreich, Deutschland und Zentraleuropa diskutiert Mag. Alexandra Buhl (Medienfrauen.net) mit internationalen Datenbankspezialistinnen wie Isabel Beuter (CEWS, Uni Bonn) und Laura Henderson (CE Database for Women Scientists) und Mag. Brigitte Handlos (Frauennetzwerk Medien) erläutert die Chancen und Möglichkeiten von Netzwerken.

Ganz den Fraueninitiativen, Netzwerken und Organisationen gewidmet ist der Abschluss des heurigen Kongresses: die Präsentation der Frauenfakten-Internet-Datenbank www.frauenfakten.at, die - von "Business bis Feminismus" - eine österreichweite Plattform für Frauenvereinigungen ist wird von der Gründerin Sonja Russ präsentiert. Bei einer Live-Videokonferenz der Telekom kommen Vertreterinnen alle Bundesländer zu Wort.

Ungebrochen ist das Interesse am Österreichischen Journalistinnenkongress, der 1998 von BM Maria Rauch-Kallat, Dr. Maria Schaumayer und der Industriellenvereinigung ins Leben gerufen wurde und 2006 bereits zum 8. Mal im Haus der Industrie in Wien stattfindet. Während es in den ersten Jahren nur um Maßnahmen gegen die "gläserne Decke" und die damit verbundenen minderen Karrierechancen für Frauen in den Medien ging, sind es heute gerade auch die Zeichen der Globalisierung der Medienwelt, die Internationalisierung der Berichterstattung und die notwendige Vernetzung. Natürlich wird bei allen Themen ein Fokus auf Arbeitsplatz- und Karrierechancen für Frauen gegeben, um gerade auch Einsteigerinnen und Wiedereinsteigerinnen Inputs zu liefern, sich ihrer Qualifikation entsprechend zu positionieren. - Weitaus mehr graduierte Absolventinnen einschlägiger Ausbildungsstätten stehen einer deutlich geringeren Anzahl männlicher Mitbewerber gegenüber.

Rückfragen & Kontakt:

Alle Informationen zum 8. Österreichischen Journalsitinnenkongress
sowie die Nachlese der vergangenen Kongresse findet man unter
www.medienfrauen.net.

BM für Gesundheit und Frauen
Ministerbüro
Mag. Daniela Reczek
Tel.: ++43 1 711 00/4378
daniela.reczek@bmgf.gv.at
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