Neues Volksblatt: "Objektiv" (von Michaela Eckllbauer)

Ausgabe vom 24. März 2006

Linz (OTS) - Die Sozialdemokraten gebärden sich im Landtag als oberste Hüter der Personalobjektivierung. Immer wieder wird angeblicher Postenschacher kritisiert oder jüngst im Fall der Geschäftsführer der Landesholding sogar skandalisiert.
Absolut nicht nachvollziehbar ist daher, dass die Genossen der Stadt Linz bei der Entscheidung über das Gyn-Primariat des AKH von der objektiven Reihung der Kandidaten durch unabhängige Gesundheitsexperten nichts wissen wollen. Schon seit Wochen wird in der Öffentlichkeit betont, dem besten Kandidaten keine Chance geben zu wollen. Weder die medizinische Kompetenz noch die Führungsqualität und auch nicht das ökonomische Argument kommen dabei zum Tragen. Ausgespielt wird rein die Parteipolitik - rotes AKH kontra schwarze Landesfrauenklinik.
Mehr als gelegen kommt der SPÖ zudem ein Beschluss der Österreichischen Ärztekammer, dass die Ausbildung mit einem Doppelprimariat nicht unter einen Hut zu bekommen ist. Ein gesetzliches Verbot gibt es jedoch nicht. Jetzt hat die SPÖ ein "Killerargument2 mehr, um sich von der Objektivierung verabschieden zu können.

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