Kunstuni-Rektor Bast: Sofortige Zulassung der Kunstunis zum FWF oder eigenen Kunstfonds errichten!

Ausschluss der Kunstunis von den Förderstrukturen muss ein Ende haben!

Wien (OTS) - Die Aufstockung des Budgets des FWF um jährlich 30 Mio. EUR nimmt Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien und Sprecher der Rektoren der österreichischen Kunstuniversitäten zum Anlass die Öffnung des FWF für Kunstuniversitäten zu fordern.

Das BM für Verkehr, Innovation und Technologie, dem der FWF untersteht, verhindern konsequent, dass Kunstuniversitäten mit Projekten aus dem Bereich der Entwicklung und Erschließung der Künste zum Vergabeverfahren von FWF-Mitteln zugelassen werden. Die Erläuterungen zum Gesetz und auch die Interpretation des Bildungsministeriums würden dies erlauben - Minister Gorbach ist dagegen.

Zu den zentralen Aufgaben der Kunstuniversitäten zählt die Entwicklung und Erschließung der Künste. Das ist auch Teil der Dienstpflichten der UniversitätslehrerInnen an Kunstuniversitäten. Vom Wettbewerb um die Drittmittel des FWF werden sie aber ausgeschlossen. Andere Förderungsinstrumentarien, vergleichbar mit dem FWF gibt es in Österreich nicht.

Für die Kunstuniversitäten ist dies nun besonders prekär, weil ab dem nächsten Jahr die Finanzierung der Universitäten zu 20 % nach Leistungsindikatoren erfolgt. Ein ganz wesentlicher Indikator sind die vom FWF eingeworbenen Drittmittel. Die Kunstunis drohen in dieser Situation doppelt zu verlieren: Keine Drittmittel für Kunstentwicklungsprojekte vom FWF und deshalb auch weniger Budgetmittel von BMBWK. Wir wollen den Wettbewerb, man muss uns nur endlich daran teilnehmen lassen.

Die sofortige Öffnung des FWF für die Kunstuniversitäten ist unverzichtbar! Und sie ist jetzt so gut wie sonst nie mehr auch finanziell umsetzbar. Die Wissenschafter brauchen in der aktuellen Situation keine Angst mehr vor drohender Reduktion ihrer Förderungen zu haben. Besonders sinnvoll wäre auch ein Sonderprogramm für interdisziplinäre Projekte zwischen Wissenschaft und Kunst.

Wenn das jetzt nicht funktioniert, dann bin ich für die Abtrennung von Ressourcen des FWF und Schaffung eines eigenen Nationalfonds für Kunstentwicklung, meint Bast. Wir diskutieren das Thema seit fast zwei Jahren - mit dem FWF, mit dem BMBWK, mit dem BMVIT. Unsere Geduld ist am Ende!

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