Binder-Maier: Schluss mit Menschenhandel und Zwangsprostitution

St. Pölten (SPI) - Den Traum vom bescheidenen Glück, auf eine Chance im Leben mit Arbeit und gerechter Entlohnung - etwas das für uns selbstverständlich ist - wird für viele Mädchen und Frauen oft zum Alptraum. Ein Alptraum, aus dem es kein Entkommen gibt. Menschenhandel und Zwangsprostitution sind Verbrechen, denen schätzungsweise zwischen 140.000 und 200.000 Frauen in Europa zum Opfer fallen. Genaue Zahlen gibt es darüber nicht. Unter falschem Vorwand werden viele Mädchen und Frauen nach Europa gelockt und unter massivem Druck gezwungen als Prostituierte zu arbeiten. Ein lukratives Geschäft, denn die Gefahr für jene, die das große Geld mit den Frauen verdienen, ist relativ gering. Die Rechtlosigkeit verbunden mit geringen Sprachkenntnissen und fehlenden Informationen begünstigt die Täter, denn illegal zu arbeiten, heißt unter hohem Druck und in ständiger Angst vor Polizeikontrollen und Razzien zu leben.

Auch am Rande von Großveranstaltungen blühen die Geschäfte - so auch das Geschäft mit der Prostitution. Dagegen ist nichts einzuwenden -solange es sich nicht um Zwangsprostitution handelt. Während der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland wird allerdings wieder ein besonderer Anstieg von Zwangsprostitution erwartet.

"Die Kampagne `abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution` des Deutschen Frauenrates soll gegen ein Geschäft sensibilisieren und mobilisieren, das menschenverachtender nicht sein kann," so Landesfrauenvorsitzende NRin Gabriele Binder-Maier. "Ein Geschäft, das nicht nur in Deutschland lukrativ ist," gibt Binder-Maier weiter zu bedenken. "Die SPÖ hat deshalb ein 10 Punkte-Programm zum Schutz jener Frauen erarbeitet, die sich nicht freiwillig, sondern gezwungenermaßen prostituieren. Einer der wichtigsten Punkte dabei ist, dass betroffene Frauen nicht abgeschoben werden sollen. Denn zusätzlich zu ihrem Martyrium auch noch mit Abschiebung bestraft zu werden, ist nicht nur unmenschlich sondern begünstigt auch noch die Täter," ist Niederösterreichs Frauenvorsitzende überzeugt. Das Schweigen zu dieser Thematik muss endlich gebrochen werden.

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