Grünewald: Aufstockung Forschungsförderung zu begrüßen, jedoch zu gering und Modus kritikwürdig

Exzellente Cluster des FWF so unmöglich - Unterdotierung bleibt

Wien (OTS) - "Dass der Forschungsförderungsfonds (FWF) nun endlich eine Aufstockung in der Höhe von 30 Mio. Euro bekommt, ist selbstverständlich zu begrüßen - es war ja auch höchste Zeit. Dass dieser Betrag sich jedoch nicht dem Regelbudget zugeordnet wird, ist scharf zu kritisieren. Somit wird die parlamentarischen Kontrolle unterlaufen, die Planbarkeit von Forschungsprojekten erschwert und der Willkür unnötiger Raum gegeben", erklärt der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurz Grünewald, zum heutigen Ministerratsbeschluss in Sachen FWF, auch wenn durch die Aufstockung das Problem der hohen Ablehnungsrate von förderungswürdigen Projekten wenigstens ein wenig abgemildert werde.

"Die Aufstockung kann jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass der FWF im internationalen Vergleich klar unterdotiert ist. Die Schweiz wendet dreimal, Deutschland doppelt soviel auf", so Grünewald, und weiter: "Ich fordere eine fix verankerte zehnprozentige Steigerung pro Jahr um eine moderne und zukunftsorientierte Forschungs- und Technologieentwicklung zu gewährleisten." Diese Forderung erhebe gleichlautend der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE).

Abschließend verweist Grünewald darauf, dass die heutige Aufstockung keineswegs dafür ausreiche, die Entwicklung der 'exzellenten Cluster' des FWF zu garantieren. "Für die exzellenten Cluster und für verbleibende Overhead-Kosten fehlen insgesamt etwa 55 Mio. Euro."

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