Moser: Schwarz-rot-blaue-Transit-Allianz gefährdet Gesundheit und Umwelt

Hustende Kinder statt blühende Wirtschaft darf nicht Zukunft des Waldviertels werden

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung beschließt heute auf Zuruf der Landeshauptleute Pröll und Haider Straßenbauprojekte im Ausmaß von 2,3 Milliarden Euro und verschärft damit die Gesundheits-, Transit-und Umweltprobleme der Regionen. Das ist ein schwarzer Tag für die Gesundheit und den Umweltschutz", kritisierte die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser.

Durch diese Straßenprojekte steigert sich das Transitaufkommen um 84 Prozent, verschärfen sich Feinstaubprobleme und Arbeitslosigkeit. Die "Pröll-Autobahn" nach Radlbrunn wurde sogar von der ASFINAG abgelehnt, da sie ist zu teuer ist. "So werden diese Projekte unausweichlich die Einführung der PKW-Maut nach sich ziehen. Bezeichnend ist, dass der Umweltminister trotz negativer Stellungnahme auf Tauchstation bleibt und die SPÖ die Transit-Autobahn-Beschlüsse mitträgt", so Moser weiter.

Die Proteste der Betroffenen seien mehr als berechtigt:
Straßenprojekte in Feinstaub-Sanierungsgebieten werden die Gesundheitsfolgen der Verkehrslawine weiter verschlimmern. "Hustende Kinder statt blühender Wirtschaft, das wird dank Pröll und Gorbach die Zukunft von Weinviertel, Marchfeld, und Traisental sein", meint Moser.

"Besonders skandalös ist, dass trotz mehrfacher deutlicher Kritik geltende Gesetze wie das Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention völlig ignoriert werden. Bei diesen Straßenprojekten geht es nicht nur um einzelne Projekte, sondern um ein Gesamtnetz: die ganze Ostregion wird mit Transitachsen zugepflastert - auf Jahrzehnte werden fragwürdige teure Strukturen betoniert, die dann ebenso teuer zu erhalten sein werden, dabei explodieren jetzt schon die Ausgaben der Haushalte für den Verkehr," stellt Moser abschließend fest.

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