Innsbruck: Nur FPÖ setzt sich für Schutz wertvoller Fassaden bei Anna-Säule ein

Uni-Experte empört: Das Ortsbild eines weltberühmten Straßenzugs würde total zerstört

Wien (OTS) - Eindringlich warnen die Innsbrucker Freiheitlichen
vor dem Abbruch von Fassaden in der Maria-Theresien-Straße im Rahmen des Neubaus für ein Einkaufszentrum.

Plötzlich erwägt auch das Denkmalamt den Schutz der Fassaden, die dem Neubau des Kaufhauses Tyrol zum Opfer fallen könnten: durch Unterschutzstellung der gesamten Maria-Theresien-Straße. Stadt und Investor Rene Benko wollen den Bau samt möglichem Fassadenabriß -derzeit läuft ein Architektenwettbewerb, der dies ermöglicht -durchpeitschen.

"Wir Freiheitliche sind für den Neubau des Kaufhauses, aber die einzige Gemeinderatsliste, die für die Erhaltung der wunderschönen Fassaden in der altehrwürdigen Maria-Theresien-Straße in der Nähe der geschichtsträchtigen Anna-Säule kämpft", stellt FPÖ-Gemeinderat Christian Haager fest. "Weil wir Freiheitliche den Fassadenabriß ablehnen, haben wir im Gemeinderat selbstverständlich gegen den Architektenwettbewerb gestimmt", betont Haager.

Ein anerkannter Fachmann, Rainer Graefe, Professor der Baufakultät der Universität Innsbruck, ist überzeugt: "Der Abbruch der Fassaden im weltberühmten Straßenzug ist untragbar und würde das Ortsbild total zerstören."

FPÖ-Stadtobmann Richard Heis ist entsetzt: "Wieder soll ein unvergleichliches und sehr geschätztes Herzstück von Innsbruck verschwinden." Begonnen habe der lieblose Umgang mit traditionellen Bauten mit dem Abriß der Hungerburgbahn.

Die meisten Häuser in der Maria-Theresien-Straße stammen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, einige sogar aus dem Mittelalter, und wurden immer wieder umgestaltet. Thema des Architektenwettbewerbs sind drei Häuser mit den Nummern 29, 31 und 33/35. Auf fünf Verkaufsebenen sollen rund 50 Geschäfte untergebracht werden.

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