Plattform Betriebsrat Boku: "Kämpfen weiter für Boku-Standort Wien!"

Gemeinsame Resolution der Boku-BetriebsrätInnen spricht sich für Unistandort Wien aus. Möglichkeiten aus Projekt Tulln auszusteigen sind gegeben.

Wien (OTS) - "Wir sind keineswegs bereit, die geplante Verlegung weiter Teile der Boku nach Tulln widerstandslos hinzunehmen. Unklar ist weiterhin das wissenschaftliche Konzept des Universitären Forschungszentrum Tulln (UFT), die tatsächliche Zahl der Betroffenen, sowie ein entsprechendes Lehr- und Mobilitätskonzept. Und der von der Belegschaftsvertretung eingeforderte Diskussions- und Meinungsbildungsprozess innerhalb der Boku zur Standortverlagerung hat ebenfalls nicht stattgefunden. Weiterhin bleibt der Standort Wien als Alternative zur Übersiedlung nach Tulln undiskutiert. Gründe genug, unsere Kritik an der bisherigen Vorgangsweise in einer gemeinsamen Resolution der Betriebsräte des wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Personals an den Rektor noch einmal zu bekräftigen," kritisieren die Betriebsräte die Vorgehensweise des Rektorats in der Causa Tulln.

"Die Möglichkeiten am Standort Wien sind noch lange nicht ausgeschöpft und die Gemeinde Wien hat bereits mehrmals den Willen, den Standort Wien abzusichern bekräftigt. An der TU Wien wurde eine externe, vergleichende Standortanalyse durchgeführt, der dann die internen Meinungsbildungsprozesse folgten. Beides fehlt an der Boku völlig. Unbeirrt wird unter Zeitdruck an der Umsetzung des UFT gearbeitet. Man will uns scheinbar vor vollendete Tatsachen stellen," so die BetriebsrätInnen.

Fix ist die Übersiedlung allerdings nicht, denn es gibt eine Ausstiegsklausel im Rahmenvertrag mit dem Land NÖ, die bis September 2006 einen Ausstieg aus dem Projekt Tulln - ohne Angabe von Gründen -ermöglicht. "Sollten entsprechende Angebote seitens der Gemeinde Wien vorliegen, werden wir diese Möglichkeit einfordern." Auf ihrer Seite wissen die BetriebsrätInnen auch den Uni-Senat und die HochschülerInnenschaft, die sich für eine Konzentration am Standort Wien ausgesprochen haben. "Die bisherige Vorgangsweise des Rektors in der Causa Tulln entspricht jedenfalls nicht unseren Vorstellungen einer objektiven und demokratischen Meinungs- und Willensbildung, wie sie an der BOKU jahrzehntelange Tradition hat," stellen die BetriebrätInnen einstimmig fest.

Gesamter Wortlaut der Resolution: siehe www.boku.ac.at/br

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Eva Tutschku, Boku Betriebsrätin
Tel: 0664/833 32 19

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