WKÖ: Österreichische Unternehmen in Mazedonien willkommen

EVN steigt beim mazedonischen Elektrizitätskonzern ESM ein - 100 österreichische Firmen schon vor Ort

Wien (PWK164) - Die EVN wurde mit einem Schlag zum größten ausländischen Investor in Mazedonien. Mit dem Erwerb von 90% der Anteile am mazedonischen Elektrizitätsversorger ESM-Distribucija um 225 Mio. Euro übertraf die EVN die Angebote der italienischen und tschechischen Mitbewerber. In den kommenden Jahren will die EVN weitere 96 Mio. Euro in das Unternehmen investieren. "Auf die EVN-Investition in Mazedonien könnten weitere Investitionen aus Österreich erfolgen", hofft der für Mazedonien zuständige österreichische Handelsdelegierte Herbert Preclik in Belgrad.

Die Verträge mit EVN wurden in Anwesenheit des mazedonischen Premierministers Buckovski, der stv. Premierministerin Sekerinska und des Wirtschaftsministers Besimi unterzeichnet. Preclik: "Das zeigt den Stellenwert, welchen Mazedonien diesem Privatisierungsschritt beimisst. Wirtschaftsminister Besimi betonte auch, dass österreichische Investoren in Mazedonien herzlichst willkommen sind und hofft auf österreichische Folgeinvestitionen." Beim Privatisierungsverfahren wurde die mazedonische Regierung von der österreichischen MEINL CAPITAL ADISORS und durch die EBRD beraten.

In Mazedonien sind zurzeit rund 100 Unternehmen mit österreichischer Beteiligung, einer 100%igen Tochter oder einem lokalen Vertreter präsent. Österreich gehörte schon bisher zu den 10 größten Investoren des Landes. Aus Österreich wurden im Jahr 2005 Waren um 65 Mio. Euro nach Mazedonien exportiert (+11% gegenüber 2004). Die wichtigsten Exportprodukte waren Bekleidung, Eisen und Stahl, Zink, Ferrolegierungen, elektrische Apparate und Waren, Schuhe, Gemüse und Früchte, sowie keramische Erzeugnisse. Die Importe aus Mazedonien hatte sich im Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahr auf 18 Mio. Euro verdoppelt. "Mit der Zuerkennung des EU-Kandidatenstatus im Dezember 2005 ist das Land auf dem richtigen Weg", betont Preclik. Geschäftschancen für die österreichische Wirtschaft sieht er insbesondere im Energie-, Verkehr-, Infrastruktur- und Umweltsektor -welche zum größten Teil aus international finanzierten Programmen finanziert werden sollen. Firmen mit Mazedonien-Interesse sollten sich selbst ein Bild vor Ort machen und an der Marktsondierungsreise der Außenwirtschaft Österreich (AWO) vom 3. bis 5. April 2006 nach Skopje und in andere Städte Mazedoniens teilnehmen, rät Preclik. Im Mittelpunkt der Reise stehen Geschäftsmöglichkeiten bei der kommunalen Infrastruktur.

Die AWO hat der steigenden Bedeutung Mazedoniens durch die Eröffnung eines eigenen AWO-Marketingbüros in 1998 Rechnung getragen. Dieses Büro der Außenhandelstelle Belgrad bietet den Unternehmen vor Ort Unterstützung bei Export, Import, Investitionen oder Lizenz- und Know-how Transfer. (BS)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich,
AWO-Süd-Osteuropa (AWO),
Mag. Franz Rössler
Tel: +43 (0)5 90 900 4442,

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001