Neues Volksblatt: "Taferlkasse" (von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 23. März 2006

Linz (OTS) - Bernd Marin ist Sozialforscher und in Mathematik bewandert. Seine "Taferlklassler"-Rechnung: Das Pensionsantrittsalter alle zehn Jahre automatisch um ein Jahr erhöhen, dann geht's. Methusalems (auch weibliche) an die Werkbank, auf den Bau, an den Schreibtisch!
Marin ist kein Mediziner. Wäre er ein solcher, so wüsste er, dass mit zunehmendem Alter Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit abnehmen. Physisch wie psychisch.
Marin ist kein Gegenwartsforscher. Wäre er ein solcher, dann wüsste er davon, dass heute bereits über 40-Jährige größte Probleme haben, Arbeit zu finden.
Marin ist kein Sozialpolitiker. Wäre er ein solcher, würde er sich in die Pflicht nehmen und andere Alternativen zum Immer-Älter-Werden suchen als bloß den rechnerisch einfachsten und billigsten Weg auf Kosten der Lebensqualität des Individuums zu gehen.
Eines ist allerdings auch klar: Steigende Lebenserwartung bringt steigende Kosten und somit budgetäre Auf- wie Ausgabenverschiebungen mit sich. Für den Staat und jeden Einzelnen. Verunsicherungen sind jedenfalls nicht gefragt.

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