Prominenter Publizist Andrei Dynko in Weißrussland verhaftet

Reporter ohne Grenzen Österreich fürchtet um seinen Verbleib Wien (OTS) - Heute Nacht wurde in Minsk (Weißrussland) der bekannte Publizist, Essayist und Literaturzeitschriftenredakteur Andrei Dynko verhaftet. Offiziell wurde diese Verhaftung heute um 11:06 auf Radio Swoboda gemeldet. Reporter ohne Grenzen Österreich fürchtet um seinen Verbleib und protestiert gegen diese besorgniserregende Verletzung der Menschenrechte.

Andrej Dynko war gestern Nacht auf dem Weg zum "weißrussischen Maidan", dem Kastrytschnizki-Platz, um den Protestierenden Lebensmittel zu bringen. Wie wir erfahren haben, wurde er von Männern in Zivil verfolgt und im Autobus Nr. 100 verhaftet. "Da es seither keine Nachricht mehr von Andrei Dynko gibt und sein Schicksal völlig unklar ist, sind wir in großer Sorge um seinen Verbleib", so Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich. "Andrei Dynko wurde unseren Informationen nach mit anderen Oppositionellen aus dem Lager von Milinkiewitsch und Kasulin verhaftet. Es steht zu befürchten, dass so die Opposition in Weißrussland mundtot gemacht werden soll und dies ist ein krasser Verstoß gegen das durch die UN-Menschenrechtsdeklaration garantierte Bürgerrecht auf Meinungsfreiheit." Reporter ohne Grenzen Österreich protestiert gegen eine solche Form der Einschüchterungspolitik.

Andrej Dynko, 1974 in Brest geboren, ist ein bekannter Publizist, Essayist und Literaturzeitschriftenredakteur. Auf Deutsch erschien von ihm gerade der Text "Weshalb sie Lukaschenka wählen" in der bei S. Fischer herausgekommenen Anthologie "Sarmatische Landschaften". Andrej Dynko ist Herausgeber der wichtigsten oppositionellen Wochenzeitung "Nascha Niwa" und stellvertretender Chefredakteur der Kulturzeitschrift "Arche".

Hinweis

Foto erhältlich unter http://www.svaboda.org

Über Reporter ohne Grenzen Österreich (ROG)

Reporter ohne Grenzen Österreich setzt sich weltweit für die Medienfreiheit und Freiheit der Reporter ein und unterstützt bei Inhaftierung und Ermordung deren Familien. Die unabhängige Organisation mit Sitz in Paris, Niederlassung in Österreich und mehr als hundert Korrespondenten in aller Welt fordert aktiv den Respekt vor den Menschenrechten und beruft sich auf den Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Die Pressearbeit von Reporter ohne Grenzen Österreich erfolgt in Kooperation mit dem Presse- und Informationsdienst (PID) der Stadt Wien.

Spendenkonto Reporter ohne Grenzen Österreich: PSK 92.109.160

Rückfragen & Kontakt:

Reporter ohne Grenzen Österreich
Dr. Rubina Möhring
Tel. +43-664-432 38 33
www.rog.at <http://www.rog.at>

buero8pr
Agentur für strategische Beratung, Kommunikation und Design GmbH
Kirchengasse 18/3, 1070 Wien
Dr. Christian Minutilli
Tel.: 0699-10385152
pr@buero8.com <mailto:pr@buero8.com>

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BUE0001