Erklärung des Vorsitzes im Namen der Europäischen Union zum zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen in Benin

Wien (OTS) - Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse des ersten Wahlgangs der Präsidentschaftswahlen durch das Verfassungsgericht am 15. März hat am Sonntag, den 19. März 2006 der zweite Wahlgang stattgefunden.

In Anbetracht des für den zweiten Wahlgang anberaumten Termins musste die nationale Wahlkommission, deren Entschlossenheit und qualitätsvolle Arbeit besondere Erwähnung verdienen, diesen Urnengang innerhalb einer äußerst kurzen Frist organisieren. Aufgrund der Mobilisierung sämtlicher politischer Entscheidungsträger wie auch der Zivilgesellschaft konnten diese Schwierigkeiten jedoch ausgeräumt werden, so dass eine freie und demokratische Abstimmung möglich war. Die Wähler konnten somit ihre Präferenz eindeutig zum Ausdruck bringen. Indem sie friedlich und würdevoll abgestimmt hat, hat die beninische Bevölkerung zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen ihre große politische Reife bewiesen und ein tiefes Bekenntnis zur Demokratie abgelegt.

Am 6. April 2006 wird mit dem Amtsantritt des neuen Staatschefs ein neues Kapitel in der Geschichte Benins aufgeschlagen. Die Herausforderungen, denen sich die neue Führung zu stellen haben wird, sind allerdings immens.

Die Europäische Union sieht der Bekanntgabe der Ergebnisse des zweiten Wahlgangs dieser Präsidentschaftswahlen mit Zuversicht entgegen und bekräftigt ihre Absicht, dem beninischen Volk und seiner neuen Führung in dieser neuen Phase der Entwicklung ihres Landes entschlossen zur Seite zu stehen.

Die Beitrittsländer Bulgarien und Rumänien, die Bewerberländer Türkei und Kroatien* und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien*, die Länder des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses und potenziellen Bewerberländer Albanien, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien und Montenegro und die dem Europäischen Wirtschaftsraum angehörenden EFTA-Länder Island und Norwegen sowie die Ukraine und die Republik Moldau schließen sich dieser Erklärung an.

* Kroatien und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien nehmen weiterhin am Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess teil.

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