Leichtfried: Schwarze Liste für Fluglinien ist unvollständig

Wien (SK) - "Das rasche Handeln der Kommission bei der Erstellung der Liste unsicherer Fluglinie ist positiv zu bewerten. Durch die Geschwindigkeit scheinen aber leider einige Fluglinien, die es sich verdient hätten, auf diese Liste gesetzt zu werden, nicht auf", so SPÖ-Europaabgeordneter und Mitglied des Verkehrsausschusses im Europäischen Parlament Jörg Leichtfried. ****

Die verheerenden Flugzeugabstürze des vergangenen Sommers haben die Erstellung der Liste dringend nötig gemacht. Eine kürzlich erschienene Studie hat ebenfalls gezeigt, dass sich die Zahl der Toten im Luftverkehr im Jahr 2005 gegenüber dem Jahr davor verdreifacht hat. Durch die Erstellung der Liste wird es den auf dieser Liste befindlichen Fluglinien unmöglich gemacht, im europäischen Luftraum zu operieren.

"Dennoch fehlen mir hier einige Linien. Denn Fluglinien, die ihre sicherheitsbewussten Mitarbeiter diskriminieren, gehören ebenfalls auf diese Liste gesetzt. Wenn Arbeitnehmer, die auf technische Mängel und Probleme hinweisen, von den Arbeitgebern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen bedroht werden, müsste dies ebenfalls ein Fall für die schwarze Liste sein. Obwohl ein solcher Fall aus dem vergangenen Jahr bekannt ist, gab es für die betreffende Fluglinie keine Konsequenzen. Hier muss es deutliche Signale geben, auch wenn sich die Fluglinie im europäischen Nahbereich befindet", fordert Leichtfried abschließend. (Schluss) ps/mm

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