Frau in der Wirtschaft begrüßt Minister-Vorstoß für mehr Kinderbetreuungsplätze

Zur besseren Vereinbarkeit der Mehrfachbelastung durch Familie, Beruf und Haushalt - Forderung nach Betreuungsprämie in Form einer steuerlichen Begünstigung

Wien (PWK156) - Erfreut zeigt sich Sonja Zwazl, Bundesvorsitzende von "Frau in der Wirtschaft", der Unternehmerinnen-Vertretung der Wirtschaftskammer Österreich, über den Vorstoß von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein zur besseren Ausstattung Österreichs mit Kinderbetreuungseinrichtungen. Das sei ein großer Schritt in die richtige Richtung. Immerhin fühlt sich mehr als die Hälfte aller Frauen durch die Mehrfachbelastung von Familie, Haushalt, Beruf und Unternehmen stark beeinträchtigt.

Darüber hinaus - "weil es Faktum ist, dass Kinderbetreuung kostet" - hat "Frau in der Wirtschaft" ein Modell für eine steuerliche Begünstigung von Betreuungs- und Haushaltshilfen ausgearbeitet. Der Wunsch nach einer steuerlichen Begünstigung von Betreuungshilfen ist ein weit verbreitetes Anliegen. Nicht nur selbständige Frauen, sondern auch Angestellte, Krankenschwestern beispielsweise, stehen vor dem Problem, dass Kinder wohl kaum während des Nachtdienstes im Kindergarten untergebracht werden können. In vielen Fällen sind zusätzlich leistbare flexible Betreuungsangebote nötig. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen sich alle Frauen -Angestellte, Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen - leisten können", so Zwazl.

Das Betreuungsprämienmodell von "Frau in der Wirtschaft" ist einfach und überzeugend:
10 Prozent der Aufwendungen für Betreuungs- und Haushaltshilfen mit einer maximalen Deckelung von 783 Euro pro Jahr können als Prämie auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben werden. Für "Frau in der Wirtschaft"-Bundesvorsitzende Zwazl sind die Vereinbarkeit von Unternehmen und Kindern und die hohen Kosten für eine passende Kinderbetreuung schon seit langem ein interessenpolitisches Top-Thema. "Die Betreuungsprämie ermöglicht es Frauen, ihre Arbeitskraft auf ihre selbstständige bzw. nichtselbstständige Tätigkeit zu konzentrieren. Betreuungs- und Haushaltsdienstleistungen müssen nicht mehr aus Kostengründen in Eigenregie erbracht werden", betont sie. Mit diesem neuen Modell solle es Fairplay für Unternehmerinnen geben, die sich eine externe Kinderbetreuung organisieren und finanzieren müssen.

Die technische Umsetzung der Betreuungsprämie (www.betreuungspraemie.at) ist einfach. Die Prämie würde als Gutschrift auf dem Abgabenkonto verzeichnet und als Erstattung von der Einkommenssteuer, vergleichbar mit der Bildungsprämie, der Investitionszuwachsprämie oder der Lehrlingsausbildungsprämie gelten. "Eine Absetzbarkeit der Betreuungs- und Haushaltshilfen kommt denen zugute, die es am meisten brauchen: Nämlich den vielen Unternehmerinnen mit Kleinst- und Kleinbetrieben und ihren Mitarbeiterinnen", unterstreicht Zwazl ihre Forderung. (JR)

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