ORF-Enterprise präsentiert Nettozahlen 2005

Österreichs führender Medienvermarkter legt seine Einnahmen bereits zum dritten Mal offen

Wien (OTS) - Bereits das dritte Jahr in Folge präsentierte Geschäftsführer Walter Zinggl die Nettozahlen der ORF-Enterprise. Am Dienstag, dem 21. März 2006, setzte er den eingeschlagenen Weg zu mehr Markttransparenz fort und legte im Rahmen einer Pressekonferenz vor Medien- und Wirtschaftsjournalisten die Nettozahlen für 2005 offen.

Der Begrüßung durch Walter Zinggl folgten bedauernde Worte, dass -einmal mehr - kein Marktbegleiter seiner mehrmals ausgesprochenen Einladung zu einer Nettoerhebung des Gesamtmarktes Österreich gefolgt war. Die ORF-Enterprise werde den eingeschlagenen Weg, die eigenen Zahlen jährlich vorzulegen, selbstverständlich fortsetzen, so Zinggl.

Keine realen Marktparameter

Die regelmäßig erhobenen, auf Basis veröffentlichter Preislisten errechneten Bruttowerte der Werbespendings liefern kein reales Abbild der Umsätze auf dem österreichischen Werbemarkt. In diesen Zahlen sind naturgemäß keine Rabatte und Agenturprovisionen berücksichtigt. Und das führt zwangsläufig zu fiktionalen Parametern. Um zu aussagekräftigen Zahlen zu kommen, ist eine Gegenüberstellung von Brutto- und Nettozahlen notwendig.

Diese so genannte Brutto/Netto-Schere illustrierte Walter Zinggl eindrucksvoll anhand der in Deutschland ganz selbstverständlich publizierten Zahlen. Sender, Vermarkter und Verlage melden ihre Zahlen jährlich dem unabhängigen Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft, welcher diese publiziert. Die Schere zwischen errechneten Bruttoumsätzen und tatsächlich lukrierten Nettoeinnahmen folgte in Deutschland 2004* einem Verlauf, der mit 23,7 Prozent (ZDF) begann und bei Privat-TV mit 46,1 Prozent (SAT.1) und 49,6 Prozent (RTL) letztlich mit dem Spitzenreiter von 58,2 Prozent (RTL II) schwindelnde Höhen erklomm.

Die ORF-Enterprise konnte im TV 2005 Bruttoeinnahmen in der Höhe von 336,3 Millionen Euro lukrieren. Dem gegenüber stehen Nettoeinnahmen von 222,2 Millionen Euro, es ergibt sich somit eine Brutto-/Netto-Schere von 33,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr konnte diese aussagekräftige Kennzahl um 0,8 Prozentpunkte verbessert werden. 2004 war einem Bruttowert von 357,8 Millionen Euro ein Nettobetrag von 233,5 Millionen Euro gegenübergestanden (Schere: 34,7 Prozent). Beim erfolgreichsten Radio des Landes, dem Hitradio Ö3, standen 2005 Nettoeinnahmen von 73,7 Millionen einem Bruttowert von 109,7 Millionen Euro gegenüber (Brutto/Netto-Schere 32,8 Prozent). Österreichs Jugend-Kult(ur)-Sender radio FM4 weist eine Brutto/Netto-Schere von 32,0 Prozent auf (2,5 Millionen brutto vs. 1,7 Millionen netto).

Die Kalkulation der Nettoeinnahmen ergibt sich aus der Rechnung Brutto-Werbeumsatz nach Focus abzüglich Mengenrabatt laut gültigem Tarifschema, abzüglich Agenturprovision von 15 Prozent und 60 Prozent Rabatt bei Kampagnen im Dienste der Allgemeinheit (Social-PR), abzüglich allfälliger weiterer gewährter Rabatte und Skonti.

Fazit: ORF-Medien haben sich gut behauptet

Die ORF-TV-Programme konnten sich 2005 mit einer Differenz von 33,9 Prozent zwischen Brutto- und Nettoeinnahmen erfolgreich behaupten. Dieses Ergebnis ist angesichts der schwierigen Marktverhältnisse im vergangenen Jahr umso bemerkenswerter. Der leichte Anstieg der Werte bei den nationalen ORF-Radios ist auf Preisanpassungen auf Grund der erfolgreichen Performance ohne Veränderung der Rabattstaffeln zurückzuführen.

Zum Abschluss betonte Walter Zinggl einmal mehr, dass das Agieren mit fiktionalen Werten - also Bruttozahlen - letztlich weder den Medien und Vermarktern noch dem Wirtschaftsstandort Österreich zuträglich sei und erneuerte seine Einladung an die Mitbewerber, ihre Zahlen in eine gesamtösterreichische Nettoerhebung einzubringen.

* Die Daten des Vorjahres werden in Deutschland und der Schweiz erst im Juni 2006 veröffentlicht, daher stand zum Zeitpunkt der Pressekonferenz nur das Zahlenmaterial aus 2004 zur Verfügung.

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