Mandak: ÖVP-Kurswechsel bei Kinderbetreuung wenig glaubwürdig

Grüne: Bartenstein hätte längst für Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen sorgen können

Wien (OTS) - "Die Worte von BM Bartenstein hör ich wohl, allein
mir fehlt der Glaube. Wenn ihm genügend Kinderbetreuungsplätze tatsächlich ein Anliegen wären, dann hätte er sich schon lange dafür in der Regierung stark machen können", so die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, in Reaktion auf Minister Bartensteins Ankündigung eines ÖVP-Kurswechsels beim Thema Kinderbetreuung.

Wenn BM Bartenstein Niederösterreich als Vorbild für gute Kinderbetreuung sieht, dann sollte er sich einmal anschauen, wie viele der Kindergärten in NÖ Öffnungszeiten haben, die eine Erwerbstätigkeit ermöglichen. Es sind sage und schreibe ganze zehn Prozent. "Ein kostenloser Kindergartenplatz am Vormittag nützt den Müttern meist herzlich wenig, weil damit nur eine Teilzeitbeschäftigung möglich ist und die verlangten Arbeitszeiten in den seltensten Fällen von 8 bis 12 Uhr sind. All das sollte BM Bartenstein doch bekannt sein", kritisiert Mandak und weiter: "Seine Aussagen sollen offenbar guten Wind für die ÖVP machen und die Industriellenvereinigung beruhigen, die seit längerem dringend ausreichende Kinderbetreuungsplätze einfordert".

Als notwendigen Schritt sieht Mandak neben dem massiven Ausbau der Kinderbetreuungsplätze die Änderung der Steuerpolitik. Statt Alleinverdienende zu bevorzugen, sollten all jene Paare bevorzugt werden, die sich Familien- und Erwerbsarbeit teilen. "Die ÖVP muss erklären, welches Familienbild sie fördern möchte: ein partnerschaftliches Modell, bei dem Männer und Frauen sich Erwerbs-und Familienarbeit teilen, oder die Familie mit männlichem Hauptverdiener und einer Ehefrau, die die Butter aufs Brot dazu verdient. Die angebliche Wahlfreiheit, die sie jahrelang propagiert hat, ist jedenfalls kläglich gescheitert", schließt Mandak.

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