Versicherungen: GPA fordert Verbesserung der Einkommenssituation

Neue Studie zur Arbeitssituation untermauert Forderungen bei laufenden Kollektivvertragsverhandlungen

Wien (GPA/ÖGB) - "Angesichts von Rekordergebnissen der heimischen Versicherungswirtschaft im Jahr 2005 ist die Forderung nach einer deutlichen Einkommensverbesserung für die rund 27.000 Beschäftigten mehr als berechtigt," erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA Karl Proyer anlässlich der Präsentation einer von der GPA in Auftrag gegebenen Studie zur Arbeitssituation von AußendienstmitarbeiterInnen von Versicherungen. ++++

Die Notwendigkeit der Verbesserung der Einkommenssituation ist auch eines der wesentlichen Ergebnisse der Studie, in der auch die Anliegen der Beschäftigten an die Interessenvertretung abgefragt wurden. "Für uns stellte sich die Frage, wie sich Veränderungen der Rahmenbedingungen, wie verschärfte Konkurrenz oder Verminderung des Anteils des Innendienstes, auf die Arbeitssituation von AußendienstmitarbeiterInnen ausgewirkt haben und welche Schlussfolgerungen für die gewerkschaftliche Arbeit sich daraus ergeben", erklärt die GPA-Wirtschaftsbereichssekretärin Helga Fichtinger den Hintergrund der vorliegenden Studie.

Die im Auftrag der GPA vom Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften erstellte Studie "Arbeitssituation der AußendienstmitarbeiterInnen von Versicherungen in Österreich" hatte rund 8.300 MitarbeiterInnen im Außendienst, die im November 2005 als Angestellte in Versicherungsunternehmen tätig waren, als Zielgruppe. Es konnten 1.856 Fragebögen in die Auswertung einbezogen werden, was einem Rücklauf von 22 Prozent entspricht. Die Ergebnisse beziehen sich auf Rahmenbedingungen im Unternehmen bzw. welchen Anteil administrative Tätigkeiten an der Arbeitszeit der MitarbeiterInnen im Außendienst haben; weiters auf Einkommen, Arbeitszufriedenheit, berufliche Belastungen, Bindung an das eigene Unternehmen und Einstellung zum Beruf sowie Anliegen an die Interessenvertretung.

"Das in der Studie formulierte Anliegen, dass die immer größer werdende Arbeitsbelastung durch administrative Tätigkeiten auch entsprechend finanziell abgegolten werden und es zu Verbesserungen im Kollektivvertrag kommen müsse, sind ein eindrucksvoller Beweis, dass wir mit unseren Forderungen bei den aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen richtig liegen", erklärt Proyer.

Nach eigenen Angaben verzeichnen alle Versicherungssparten Zuwächse. Insgesamt vermerkt die österreichische Versicherungswirtschaft im Jahr 2005 eine Steigerung der Prämieneinnahmen um 9,6 Prozent.

Die heurigen Kollektivvertragsverhandlungen wurden vergangene Woche ergebnislos unterbrochen. Nächster Verhandlungstermin ist der 5. April. In ganz Österreich werden in der Zeit davor Betriebsrätekonferenzen abgehalten.

ÖGB, 21. März
2006
Nr. 187

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