Csörgits zu Bartenstein: Nach Worten müssen rasch Taten folgen

Außer "Runden Tischen" hat Regierung in Sachen Kinderbetreuung nichts weiter gebracht

Wien (ÖGB) - "Den Worten von Minister Bartenstein müssen nun rasch Taten folgen", sagt ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits zu der Ankündigung des Arbeitsministers, für einen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze einzutreten. Csörgits: "Es gibt umfassende Studien zum Verbesserungsbedarf bei den Kinderbetreuungsplätzen. Rund 90.000 Plätze müssen teils neu geschaffen, teils adaptiert werden. Wir stellen dem Minister gern das Datenmaterial zur Verfügung, damit er umgehend aktiv werden kann", sagt Csörgits.++++

Vor rund zweieinhalb Jahren hat die damalige Familienstaatssekretärin Ursula Haubner zu einem Runden Tisch zur Kinderbetreuung geladen. "Geschehen ist seither so gut wie nichts. Denn bislang galten für die Regierung offensichtlich andere Prioritäten", stellt Csörgits klar. Ein Beispiel dazu: Während Sozialministerin Haubner vergangenes Jahr rund 4,2 Millionen Euro zur Bewerbung ihres Ressorts verbrauchte, hatte sie für die Förderung von Kinderbetreuungsprojekten nur 700.000 Euro übrig. Auch heuer ist in ihrem Budget die Förderung von Kinderbetreuungsprojekten nur mit 700.000 Euro dotiert.

"Umso mehr freut es mich, wenn jetzt anscheinend zumindest ein Mitglied der Bundesregierung die Wichtigkeit eines ausreichenden Kinderbetreuungsangebots entdeckt", so Csörgits. Und weiter: "Den Ausbau der Kinderbetreuung gibt es nicht zum Nulltarif. Bund, Länder und Gemeinden müssen nun rasch Mittel aufstellen, damit den Worten auch Taten folgen."

ÖGB, 21. März
2006
Nr. 188

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