Grüne NÖ fordern sofortiges Aus für "Trainingsraum" in Schule

Weiderbauer: "Kein Comeback für veraltete Erziehungsmaßnahmen"

St. Pölten (Grüne) - "Ein klares Nein zum 'Trainingsraum' in der Schule", kommt vom Bildungssprecher der NÖ Grünen, LAbg. Emmerich Weiderbauer. Verhaltensauffällige Kinder, die den Unterricht stören, werden in der Theodor-Körner-Hauptschule in St. Pölten in den so genannten "Trainingsraum" geschickt. Diese Disziplinierungsmaßnahme stößt auf heftige Kritik der Grünen. Weiderbauer: "Das Konzept der Trainingsraummethode beinhaltet angstmachende Methodik. Angst jedoch steigert die Aggression und reduziert diese nicht." Nach Ansicht der Grünen sollten grundlegende Reformen in der Schule umgesetzt werden.

Probleme mit verhaltensauffälligen SchülerInnen sind ein Faktum, das alle am Schulleben beteiligten Personen seit vielen Jahren beschäftigt. Natürlich ist es für LehrerInnen schwierig in Klassen mit mehr als 25 SchülerInnen Stoff zu vermitteln und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Störaktionen einzelner Kinder hinten angehalten werden können. "Ein attraktiver, moderner und schülerInnenorientierter Unterricht sind die besten Voraussetzungen dafür", so Weiderbauer. Grundsätzlich ist jede/r Lehrerin/Lehrer in einer Klasse selbst dafür verantwortlich störungsfrei unterrichten zu können und auch verpflichtet soziale Aspekte in seinen/ihren Unterricht einfließen zu lassen. Bei wiederkehrenden Problemen mit einzelnen SchülerInnen sind KlassenlehrerInnen und Klassenvorstände die ersten Ansprechpersonen. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, sind die Eltern, die Direktion und vor allem, die dafür ausgebildeten BeratungslehrerInnen, in weitere Maßnahmen einzubeziehen.

Die Abschiebung verhaltensauffälliger SchülerInnen hilft vor allem LehrerInnen, die ständig Probleme in ihrer Klasse haben, einen störungsfreien Unterricht durchzuführen. Darum wird von einigen Unterrichtenden diese Maßnahme gehäuft eingesetzt. Dies löst allerdings weder die Probleme der LehrerInnen, noch die der auffälligen SchülerInnen. "Kindern, die unter starken Belastungen stehen wird von diesem Modell keinerlei Hilfe angeboten. Im Gegenteil", so der Grüne Bildungssprecher, sonderpädagogische Maßnahmen sollten daher ausschließlich von LehrerInnen durchgeführt werden, die darin eine Ausbildung haben. Weiderbauer:
"Verhaltensauffälligen Kindern muss geholfen werden, sie dürfen nicht bestraft und erniedrigt werden." Die Grünen fordern die Senkung der Klassenschülerzahl und die Aufstockung von ausgebildeten BeratungslehrerInnen.

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