Studie unter 1.200 Managern: Globalisierung schafft Arbeitsplätze und Umsatzsteigerungen im Inland!

Michael Ikrath warnt aber vor sorgloser Euphorie und fordert mehr Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen

Wien (OTS) - Im Dezember 2005 und Jänner 2006 wurden im Auftrag
des Managementclub über 1.200 Manager heimischer, international tätiger, Unternehmen über die "Auswirkung der Globalisierung auf Österreichs Unternehmen und deren Beschäftigung 2000-2005" befragt. Die Studie wurde nach sorgfältiger Analyse der aktuellsten statistischen Daten und unter Berücksichtigung internationaler Vergleichsstudien erstellt. Die Ergebnisse wurden heute in einer Pressekonferenz präsentiert.

2,5 neue Arbeitsplätze im Inland für jeden ins Ausland verlagerten Arbeitsplatz

"Pro Arbeitsplatz der im Zeitraum 2000 bis 2005 aus Österreich in ein Niedriglohnland verlagert wurde, schafften dieselben Unternehmen im Durchschnitt 2,5 neue Arbeitsplätze in Österreich", bringt Michael Ikrath eines der auffallendsten Ergebnisse auf den Punkt. 59% der international tätigen Unternehmen haben darüber hinaus ihren Umsatz seit dem Jahr 2000 erhöht, für 23% der Unternehmen blieb der Umsatz stabil, während nur 18% Umsatzeinbußen verzeichnen mussten. Auch die Gewinnentwicklung auslandsaktiver Unternehmen war in den vergangenen 5 Jahren positiv. Ikrath: "Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass international tätige heimische Unternehmen seit dem Jahr 2000 im Durchschnitt erfolgreicher geworden sind: Sie sind auf den nationalen und internationalen Märkten wettbewerbsfähig, sichern die Arbeitsplätze im Inland und schaffen darüber hinaus neue Jobs für Österreich."

Ikrath: "Sorglose Euphorie fehl am Platz"

Gleichzeitig warnt der Präsident des Managementclubs aber vor einer sorglosen Globalisierungs-Euphorie. "Gute Statistiken nützen jenen, die durch den Internationalisierungsprozess ihren Arbeitsplatz oder gar ihr ganzes Unternehmen gefährdet sehen, herzlich wenig." Ikrath fordert daher eine rasche Umsetzung des angekündigten Mittelstands-Paktes um kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die Chancen der Internationalisierung aktiv wahrzunehmen. Als wichtigste Punkte sieht Ikrath dabei die Investitionsförderungen für KMU’s, die Entlastung des Niedriglohnbereiches von Abgaben, die Vereinfachung der Bürokratie -unter anderem bei der Betriebsgründung und die unbegrenzte Nutzung des Verlustvortrages für Einnahmen- Ausgabenrechner.

Weiteren Handlungsbedarf sieht Ikrath im Bereich Forschung & Entwicklung. Beachtliche 29% der im F&E-Bereich aktiven Unternehmen gaben bei der Befragung an, dass sie bereits F&E-Aktivitäten ins Ausland verlagert haben, bzw. dies noch planen. "Im F&E-Bereich sind die so genannten "Billiglohnländer" dabei aufzuholen. Daher müssen wir diesem Bereich in den nächsten Jahren ein besonderes Augenmerk widmen. Denn der Schlüssel für die Konkurrenzfähigkeit der mittelständischen Unternehmen ist die weitere Stärkung der Innovationskraft im Produkt- und Dienstleistungsbereich."

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