Scheuch zu BAWAG: Sofortige Sonderprüfung der Finanzmarktaufsicht gefordert

Heuschreckenkapitalismus par excellance - Lückenlose Aufklärung Gebot der Stunde, Konsequenzen unausweichlich

Wien (OTS) - Anlässlich der jüngsten Entwicklungen im Fall BAWAG fordert Bündnissprecher NRAbg. DI Uwe Scheuch eine sofortige Sonderprüfung durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) in Form einer Vor-Ort-Prüfung. "Dass nun im Tagesrythmus neue Details über die verlustreichen BAWAG-Karibikdeals publik werden, lässt schlimmes befürchten und wirft viele Fragen auf. Wieviele hunderte Millionen Euro hat die Gewerkschaftsbank wirklich in den Sand gesetzt? Wie erklären die hochrangigen Gewerkschaftsbosse im Aufsichtsrat ihre Zustimmung zu derartigen Spekulationsgeschäften? Warum gibt die Bank erst jetzt zu, dass es sich bei den angeblichen Phantomanleihen in der Karibik um eine Konstruktion zur Verschleierung von realen Verlusten handelt? Wann werden endlich Konsequenzen aus dem BAWAG-Skandalgeschäften gezogen? Und wann hört diese Bank endlich auf, zu mauern, und rückt mit der ganzen Wahrheit heraus?", fragt Scheuch.

"Für mich ist das Heuschreckenkapitalismus par excellance. Und die hochrangigen Funktionäre und SPÖ-Politiker im ÖGB haben diesen Geschäften zugestimmt, während sie in ihrem zweiten Leben als Gewerkschafter ihren Mitgliedern vorgaukeln, gerade diesen Heuschreckenkapitalismus bekämpfen zu wollen. Verlogener geht es nicht mehr, mit solchen Funktionären verkommt der ÖGB zu einem Hort der Unmoral", so Scheuch weiter.

Eine lückenlose Aufklärung sei daher das Gebot der Stunde. Es sei bezeichnend, dass die Staatsanwaltschaft Wien bereits ihre laufenden Ermittlungen gegen die BAWAG aufgrund des Refco-Kreditdebakels auch auf die Karibikdeals der vergangenen Jahre ausgeweitet hat.

Für den BZÖ-Sprecher sind die jüngsten Ausflüchte von ÖGB-Präsident Verzetnitsch angesichts der massiven Verluste aus den BAWAG-Spekulationsgeschäften unerträglich und eine Verhöhnung der vielen kleinen ÖGB-Mitglieder. "Während der Alleineigentümer der BAWAG so tut, als würde ihn das alles nichts angehen, müssen die fleißigen und anständigen Arbeiter mit ihren Mitgliedsbeiträgen die Misswirtschaft in der Gewerkschaftsbank abdecken. Das muss endlich ein Ende haben, auch ÖGB-Funktionäre müssen zu ihrer Verantwortung stehen", so Scheuch abschleißend.

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