Grüne Wien/Korun: Wissen über Wappen und Römerlager für Einbürgerung notwendig

"Wien geht bei Staatsbürgerschaftsprüfung absurden Weg"

Wien (OTS) - "Wer in Wien eingebürgert werden will, muss künftig über absurdes Detailwissen verfügen", kritisiert die Integrationssprecherin der Grünen Wien, Alev Korun, den neuen Verordnungsentwurf für die Einbürgerungsprüfung. "Wien als Militärlager der Römer, technische Infrastruktur in Wien, Bezirkswappen, und viele andere Themenbereiche müssen künftige Kandidaten für eine Einbürgerung in Wien beherrschen", so Korun. "Und das trotz früherer beschwichtigender Ankündigungen der Wiener SPÖ, bei der neuen Einbürgerungsprüfung EinwanderInnen keine Prügel vor die Füße werfen zu wollen".

"Einer derart weltfremden Verordnung, die an den Lebensrealitäten der hier und heute in Wien lebenden EinwanderInnen vorbei geht, werden die Grünen sicher nicht zustimmen. Wir verlangen eine Überarbeitung des Verordnungsentwurfs", kündigt Korun an.

Das könne doch nicht die Antwort Wiens auf die massive Verschärfung des Staatsbürgerschaftsrechts durch die Bundesregierung sein, so Korun. Wien als Einwanderungsstadt sollte - wenn schon eine Prüfung vor der Einbürgerung vom Bundesgesetz vorgeschrieben wird - sich an praktischem Wissen über das Leben in Wien heute orientieren. "Alles andere wäre eine Schikane und eine Einbürgerungshürde. Ganz abgesehen davon, dass der Großteil der gebürtigen WienerInnen vermutlich auch an Fragen über Wien in der Römerzeit und Bezirkswappen scheitern würde", schließt Korun.

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