Gusenbauer: Bundesregierung wird zum "Totengräber der EU"

SPÖ-Chef auf "Startklar"-Tour im Bezirk Fürstenfeld - Regierung "am besten Weg, auch den letzten EU-Befürworter zu vertreiben"

Fürstenfeld (SK) - Mit ihrer "permanenten Agitation" gegen EU-Kritiker werde die Bundesregierung zum "Totengräber der EU", sagte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Freitag anlässlich eines Mediengesprächs in Loipersdorf, das im Rahmen der "Startklar"-Tour im steirischen Bezirk Fürstenfeld stattfand. Mit dieser Vorgehensweise, die "nichts mit einer demokratischen Haltung zu tun hat", befinde sich die Regierung "am besten Weg, auch den letzten EU-Befürworter zu vertreiben", so Gusenbauer. Weitere Programmpunkte des heutigen "Startklar"-Tages waren: Besuche der Firmen ACC Fürstenfeld und Tecwings, des Jugendzentrums Fürstenfeld und der Bezirkspolizei-Inspektion Fürstenfeld. Eine Abendveranstaltung im Volkshaus Fürstenfeld komplettiert das heutige "Startklar"-Programm. ****

Die ÖVP werfe "jedem, der nicht Hallelujah zur derzeitigen EU-Politik" sagt, vor, ein "Anti-Europäer" zu sein, übte der SPÖ-Chef heftige Kritik an der undemokratischen Haltung der ÖVP. Auch verwechsle die ÖVP ganz offenbar Argumentation mit Agitation, ergänzte Gusenbauer.

Die SPÖ werde - sollte sie in Regierungsverantwortung kommen - die Studiengebühren wieder abschaffen, so Gusenbauer mit Verweis darauf, dass es auch keine Studiengebühren gegeben habe, als Österreich noch ein wesentlich ärmeres Land war als es heute ist. Vor diesem Hintergrund sei es "nicht einsichtig", dass heute Studiengebühren eingehoben werden - auch "ist dadurch nichts besser, sondern sogar schlimmer geworden", sprach Gusenbauer die katastrophalen Zustände an den heimischen Unis an.

Am Rande eines Betriebsbesuches bei der Firma ACC Fürstenfeld (Kältekompressoren) betonte Gusenbauer, dass sich österreichische Firmen nicht dem Lohnwettbewerb nach unten aussetzen sollten, sondern auf hochwertige Produkte mit hohem Innovations- und Know-How-Potential setzen sollten, die auf dem Markt einen anständigen Preis erzielten. Zudem gelte es, die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen in den Vordergrund zu stellen - trage dies doch erheblich zu einer Steigerung der Produktivität bei, zeigte sich der SPÖ-Chef überzeugt.

106. "Startklar"-Termin - Keine Ermüdungserscheinungen nach 18 Monaten "Startklar"-Tour

Auch nach über 44.000 zurückgelegten Kilometern, zahlreichen Betriebs-, Schul- und Sozialreinrichtungsbesuchen und unzähligen Gesprächen mit den Bürgern könne von Ermüdungserscheinungen keine Rede sein, ließ Gusenbauer wissen. Gerade der Kontakt mit den Menschen, für die er eine moderne, faire und zukunftsorientierte Politik gestalten will, sei es, der ihn in seiner Arbeit bestärkt und besonders motiviert, so der SPÖ-Chef. Während die ÖVP plötzlich hektisch von einem Besuch zum anderen hetze und verzweifelt auf Bürgernähe mache, nehme er sich seit nunmehr mehr als 18 Monaten Zeit für ausführliche Gespräche mit den Menschen vor Ort - Zeit für die Sorgen und Ängste der Menschen, die sich von den Regierungsparteien immer öfter im Stich gelassen fühlten, schloss Gusenbauer. (Schluss) mb

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