Ehrenamtliche Tätigkeit steht hoch im Kurs

Josefitag: LH Sausgruber überreicht Landes- und Bundesauszeichnungen

Bregenz (VLK) - Einer guten Tradition folgend nimmt
Landeshauptmann Herbert Sausgruber auch heuer den Landesfeiertag (Sonntag, 19. März) zum Anlass, an eine Reihe verdienstvoller Persönlichkeiten Auszeichnungen des Landes und des Bundes zu überreichen. Einmal mehr unterstreicht Sausgruber dabei den hohen Wert des Ehrenamtes für die Gesellschaft.

"Ehrenamtliche Tätigkeiten stehen bei uns im Land sehr hoch im Kurs. Diese Leistungen sind für Vorarlberg unverzichtbar und unbezahlbar. Darunter verstehe ich auch die Pflege unserer Wurzeln und Traditionen - im Kreis der Familie, in der Nachbarschaft, im Freundeskreis oder im Verein", so der Landeshauptmann.

Die Auszeichnung von Persönlichkeiten am Josefitag ist für Sausgruber "ein schöner Brauch, um für Leistungen im Dienste der Gesellschaft zu danken".

Silbernes Ehrenzeichen des Landes

- Alt-Bürgermeister Adalbert Gut aus Sulz war 25 Jahre bzw. fünf Amtsperioden lang ein bürgernahes Gemeindeoberhaupt und konnte in dieser Zeit viele wichtige kommunale Projekte verwirklichen, darunter die Sanierungen und Erweiterungen des Sportheimes, des Schwimmbades Frutz-Au und der Volksschule. Als letztes großes Vorhaben wurde 2004 mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses begonnen. Auch in der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit hat sich Adalbert Gut, z.B. als Obmann des Abwasserverbandes Vorderland.

Montfortorden in Gold

- Universitätsprofessor i.R. Friedrich Achleitner ist eine führende Gestalt der österreichischen Architektur und hat mit seiner Arbeit auch die Entwicklung der international anerkannten Vorarlberger Architekturszene mitgeprägt. Schon 1980 hat er im ersten Band seines Führers "Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert" die Ursprünge und Anfänge der "Vorarlberger Bauschule" dargestellt. In mehr als drei Jahrzehnten hat er als Gutachter und Juror vielfach auf die Entwicklung der Vorarlberger Architektur eingewirkt. Seine Aufsätze, Vorträge und Kritiken sind bis heute hoch geschätzt und ein Korrektiv aktueller Vorarlberger Architekturentwicklungen.

Großes Verdienstzeichen des Landes

- Schwester Consilia Hofer, die 1963 dem Orden der Franziskaner Missionsschwestern im Bernardaheim in Frastanz beitrat, hat ihr Leben ganz den Armen und Schwachen gewidmet. Fast 30 Jahre lang hat sie in Südamerika daran mitgearbeitet, jungen Menschen aus mittellosen Familien den Schulbesuch und die Basis für ein eigenständiges Leben zu ermöglichen.

- Alt-Bürgermeister Guntram Bitschnau aus Tschagguns war 15 Jahre lang ein sehr aktives Gemeindeoberhaupt. In dieser Zeit erfuhr das Erscheinungsbild von Tschagguns durch die Neugestaltung des Dorfzentrums und der Ortseinfahrt eine wesentliche Aufwertung. Auch die Entwicklung der Gemeinde zu einem sowohl im Winter als auch im Sommer beliebten Tourismusort hat Guntram Bitschnau mitgestaltet.

- Heinz Hämmerle aus Lustenau ist mit einer mehr als 15-jährigen Amtszeit, die 2005 zu Ende ging, der am längsten dienende Präsident der Vorarlberger Stickereiindustrie. Sein Einsatz kam insbesondere den Exportchancen der heimischen Stickereibetriebe zugute und auf sein Betreiben hat die Vorarlberger Stickereiwirtschaft von 1991 bis 2003 mehr als 300.000 Euro in die technische Ausstattung der Stickereiklasse an der HTL Dornbirn investiert.

- Rektor Olaf Harder von der Fachhochschule Konstanz hat beim Aufbau der Fachhochschule Vorarlberg, insbesondere beim ersten Studiengang "Fertigungsautomatisierung", maßgeblich mitgeholfen. Er darf auch als Vater der Bodensee-Hochschule bezeichnet werden und hat dadurch einen wesentlichen Beitrag für die Zusammenarbeit in der Region Bodensee geleistet.

- Universitätsprofessor Raimund Margreiter leitet die Transplantationschirurgie an der Uni-Klinik Innsbruck, die auch vielen Vorarlberger Nierenpatientinnen und -patienten eine Versorgung bietet, die es an den heimischen Krankenhäusern nicht gibt. Seit 1975 wurden in Innsbruck an mehr als 300 Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern Nierenverpflanzungen vorgenommen.

- Alt-Bürgermeister Fritz Rudigier aus St. Gallenkirch war in seiner 20-jährigen Amtszeit ein umsichtiges und verständnisvolles Gemeindeoberhaupt, dem es gelungen ist, die Tourismusgemeinde St. Gallenkirch positiv weiterzuentwickeln. Ein wichtiges Anliegen war ihm auch die Neugestaltung des Ortskernes - ein Projekt, bei dem auch Arbeitsgruppen aus der Bevölkerung eingebunden waren.

- Alt-Bürgermeister Walter Rüf aus Alberschwende konnte in 15-jähriger Amtszeit eine Fülle von Projekten verwirklichen: in der Betriebsansiedlung, im Schulbau, mit dem Konzept für das Sozialzentrum, mit der modernen Ausstattung der Feuerwehr sowie im Ausbau der Trinkwasserversorgung. Auch bei der Entwicklung des geografischen Informationssystems in Vorarlberg hat Bürgermeister Rüf tatkräftig mitgearbeitet.

- Alt-Bürgermeister Josef Summer aus Fraxern war von 1990 bis 2005 im Amt und hat sein besonderes Engagement dem Neu- und Ausbau der Wasserversorgung, der Umsetzung sensibler Aufgaben in der Alp-, Land-und Forstwirtschaft sowie dem Thema Gemeindeentwicklung gewidmet. Wichtige Neubauprojekte waren der Kindergarten, das Feuerwehrhaus, das Gemeindeamt und der Jakob-Summer-Saal.

- Josef Wackerle aus Bregenz, Vorstandsobmann der Wohnbauselbsthilfe, engagiert sich seit mehr als 50 Jahren für den gemeinnützigen Wohnbau in Vorarlberg. Ihm ist es maßgeblich zuzuschreiben, dass die Wohnbauselbsthilfe heute ein gesundes Unternehmen ist, das seit Gründung über 100 Wohnanlagen errichtet hat und verwaltet. Damit wurde es vielen Menschen möglich, zu erschwinglichen Preisen Mietwohnungen oder Wohnungseigentum zu bekommen.

Verdienstzeichen des Landes

- Inge Sulzer aus Mäder engagiert sich als Familienbund-Obfrau seit gut zehn Jahren für in Not geratene Familien. Ihrer Initiative ist z.B. der Leihomaservice zu danken. Auch als Landtagsabgeordnete setzte sie sich für die Anliegen der Familie ein.

- Der frühere Berufsschuldirektor Armin Brunner aus Bregenz hat viel für das Image von Berufsschule und Lehrausbildung getan und war ein unermüdlicher Vorkämpfer der Berufsreifeprüfung. Seit seiner Pensionierung engagiert er sich in der Erwachsenenbildung an der Volkshochschule Bregenz.

Bundesauszeichnungen

- Der Dornbirner Zahnarzt Heinz Fengler darf sich künftig "Medizinalrat" nennen. Er gilt als neuen Methoden der Zahnmedizin gegenüber sehr aufgeschlossener Facharzt und ist einer der Pioniere der festsitzenden Kieferorthopädie in Vorarlberg. Auch in der Standesvertretung engagiert er sich vielfältig, etwa als Mitglied des Beschwerdeausschusses und des Schlichtungsausschusses.

- Dem Höchster Tierarzt Bruno Fink wird der Berufstitel "Veterinärrat" verliehen. Er hat sich neben seiner beruflichen Praxis als Vorstandsmitglied der Tierärztekammer sowie als Amtstierarzt bei der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn Verdienste erworben, etwa in Fällen, wo es darum geht einen Ausgleich zwischen den Interessen von Landwirten, Kleintierbesitzern, Viehhändlern, Metzgern und Tierschützern zu finden.

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