Amon: Zustände im ÖGB gehen alle Arbeitnehmer etwas an

Unterstütze Karl Klein in seiner Forderung nach Aufklärung

Wien (OTS) - Zur laufenden Diskussion um die Finanzlage des ÖGB sagte heute, Freitag, ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon, dass "nun schon beinahe täglich neue pikante Details bekannt werden, wie es tatsächlich um den ÖGB bestellt ist", so Amon mit Verweis auf einen Bericht im Wochenmagazin "Format".

"ÖGB-Finanzchef Günther Weninger hat, wie die Presse vom 11. März 2006 berichtet, selbst bestätigt, dass die ÖGB-Sonderpensionsregelung dem Gewerkschaftsbund rund 45 Millionen Euro kosten. Dass allein macht schon die Hälfte des eigentlichen operativen Defizits des ÖGB aus", erklärte der ÖAAB-Generalsekretär.

Wenn davon die Rede sei, dass "von Änderungen im Pensionssystem 1.200 der 2.000 Mitarbeitern betroffen sind, dann profitieren ja mehr als 50 Prozent der ÖGB-Mitarbeiter von einer solchen Sonderregelung", betonte Amon. Interessant sei daher auch, dass "auch ÖGB-Präsident Verzetnitsch und Metaller-Chef Nürnberger offensichtlich in den Genuss von derartigen Pensionsregelungen kommen, die ein "normaler" Arbeitnehmer sicher nicht nachvollziehe kann".

"Ich verlange nochmals Aufklärung darüber, welches ,Familiensilber’ der ÖGB nun tatsächlich auf den Markt werfen will", so Amon, denn "wenn Personen aus dem Präsidium selbst sagen, man müsse sich überlegen, ob alle Beteiligungen des ÖGB sinnvoll sind, müssten die Gewerkschaftsspitzen endlich sagen, was sie verscherbeln wollen".

Außerdem forderte Amon eine Darstellung ein, welche Änderungen bei den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im ÖGB geplant seien. "Der ÖGB verhandelt auch Kollektivverträge, die dann nicht nur Auswirkungen auf ÖGB-Mitglieder, sondern auf alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der jeweiligen Branche haben. Daher ist es im Interesse aller Arbeitnehmer in Österreich auch legitim, dass die Öffentlichkeit erfährt, was der ÖGB mit seinen eigenen Mitarbeitern vorhat", hob der ÖAAB-Generalsekretär hervor.

Darüber hinaus sei es mehr als aufklärungswürdig, wenn man "wie heute im ,Format’ von Gagen der ÖGB-Spitze liest, die sich ein normaler Arbeitnehmer in keinster Weise mehr vorstellen kann. Interessant daran ist vor allem, dass es jene Spitzen im ÖGB betrifft, die am lautesten über die angeblich gesunkene soziale Temperatur in unserem Lande sprechen", kritisierte Amon.

Ausdrücklich "zu unterstützen" seien für Amon die heutigen Aussagen von ÖGB-Vizepräsident Karl Klein in der Tageszeitung "Die Presse", dem "es ebenfalls Kopfzerbrechen bereitet, was sich bei den Skandalen rund um den US-Broker Refco und die Folgen der BAWAG zugetragen hat", erklärte Amon. "Ich unterstütze Karl Klein voll, wenn er wörtlich vom ÖGB-Finanzchef und BAWAG-Aufsichtsratspräsidenten prompte Aufklärung verlangt, denn wenn der Vizepräsident des ÖGB nicht einmal Informationen über die Vorgänge in der gewerkschaftseigenen Bank hat, dann ist wirklich Gefahr im Verzug", schloss Amon.

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