Neue Studie zeigt:70% der Frauen mit Osteoporose geben der Monatstablette klar den Vorzug gegenüber der Wochentablette

1x-pro-Monat-Dosis erleichtert Frauen die Osteoporosetherapie und verhindert so Knochenbrüche

Wien (OTS) - Neue amerikanische und europäische klinische Daten, die erstmals am ECCEO-Kongress (European Congress on Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis and Osteoarthritis) in Wien präsentiert wurden, zeigen, dass über 70% der postmenopausalen Frauen mit Osteoporose lieber nur einmal pro Monat als einmal pro Woche eine Tablette (Bisphosponat - die häufigste Osteoporose-Therapie) einnehmen. Der häufigste Grund dafür war laut Studie (BALTO II), dass die Einnahme einer Tablette pro Monat über einen längeren Zeitraum leichter einzuhalten sei[1]. An der Studie nahmen Patientinnen teil, die sowohl die monatliche als auch wöchentliche Einnahme über drei Monate hinweg testeten und ihre bevorzugte Dosierung bekannt gaben.´

Therapietreue essentiell für Behandlungserfolg bei Osteoporose

Dieses Ergebnis ist äußerst bedeutsam, da der Kampf gegen die Osteoporose nur dann erfolgreich ist - also weniger Knochenbrüche auftreten -, wenn die Behandlung mehrere Jahre lang durchgeführt wird. Bis zu 60% der Patientinnen, die ein Bisphosphonat 1x pro Woche einnehmen, brechen die Behandlung innerhalb eines Jahres[2-5] ab und profitieren somit nicht vom Knochenaufbaueffekt, den diese Medikamente nur bei einer Langzeiteinnahme bewirken. Die Autoren kommen zum Schluss, dass eine Dosierung mit größerem Zeitabstand die Patientinnen länger bei der Behandlung halten könnte[1], was letztendlich zur Verringerung des Risikos von Knochenbrüchen führen sollte[6]. Angesichts der Schätzungen von 3,37 Mio.[7] osteoporosebedingten Knochenbrüchen in Europa ist jede Verbesserung beim Management dieser Krankheit von großer Bedeutung.

Univ.-Prof. Dr. Hans Bröll, Präsident der österreichischen Gesellschaft für Knochen- und Mineralstoffwechsel, betont die praktische Bedeutung dieser Ergebnisse: "Was hilft das beste Medikament, wenn es nicht lange genug eingenommen wird? Mit der Monatstablette ist einfach die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Patientinnen die Therapie länger einhalten. Eine entsprechende europäische Multicenterstudie bezüglich Adherence (Compliance + Persistence) ist derzeit im Laufen und wird diese wesentliche Frage wissenschaftlich zu beantworten haben."

"...lieber nur 12 Tabletten pro Jahr als 52..."

Dr. Peyman Hadji, Erstautor und Leiter der Abteilung für Endokrinologie, Osteoporose und Reproduktive Medizin an der Philipps-Universität Marburg (DE), zu den Ergebnissen: "Es gibt eine Reihe von Behandlungen, die sich im Rahmen klinischer Studien als wirksam erwiesen, jedoch nur auf konsequenter und langzeitiger Basis. Diese Daten zeigen, dass die Mehrheit der Frauen mit postmenopausaler Osteoporose lieber nur 12 als 52 Tabletten pro Jahr einnimmt. Der Hauptgrund ist, dass eine monatliche Dosierung langzeitig leichter zu befolgen ist. Eine gute Nachricht für Ärzte und Patientinnen."

62% weniger Wirbelbrüche mit Bonviva-Monatstablette

Bonviva(R) - die neue Monatstablette, die in der Studie eingesetzt wurde - führt zu einer Reduktion des Auftretens neuer Wirbelbrüche von 62% über den Zeitraum von drei Jahren[8]. Bonviva(R), das gemeinsam von Roche und GSK vertrieben wird, bewies als erste und einzige orale 1x-pro-Monat-Behandlung für postmenopausale Osteoporose hervorragende Wirksamkeit bei der Verbesserung der Wirbelsäulen- und Hüftknochendichte[9]. Wirbelfrakturen sind die häufigsten Frakturen bei Osteoporose-Patientinnen.

"Monatstablette erleichtert Medikamenteneinnahme..."

Elisabeth Steinmüller, eine der Frauen, die an der Studie teilnahmen: "Viele Menschen haben keine Ahnung davon, wie schwer das Leben mit Osteoporose sein kann. Ich weiß, dass es wichtig ist, mein Medikament einzunehmen, dies kann jedoch sehr mühsam sein. Es ist nicht einfach mit dem Schlucken einer Tablette getan: strenge Vorschriften, wie etwa Aufrechtstehen und nüchtern bleiben, sind zu befolgen. Ich habe die 1x-pro-Monat-Option bevorzugt, da ich sie als angenehmer empfand. Dies bedeutet letztendlich, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich meine Behandlung abbreche und aufgebe, sinkt."

Die BALTO-II-Studie

Die BALTO (Bonviva ALendronate Trial in Osteoporosis)-II-Studie wurde heute im Rahmen des 6. European Congress on Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis and Osteoarthritis (ECCEO) in Wien (15.-18. März 2006) präsentiert. BALTO II wurde in Zentren in den USA und Europa durchgeführt und untersuchte die Behandlungspräferenzen von 321 Frauen mit postmenopausaler Osteoporose.

Literatur

1. Hadji P, Benhamou C-L, Devas V, Masanauskaite D, Barrett- Connor E. Women With Postmenopausal Osteoporosis Prefer Once- Monthly Oral Ibandronate to Weekly Oral Alendronate: Results of BALTO II. Abstract presented at 6th European Congress on Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis and Osteoarthritis, Vienna, Austria 15-18 March 2006. 2. Cowell W, Fulford-Smith A, Poultney S. Adherence with bisphosphonate treatment for osteoporosis in UK patients. Poster presented the second joint meeting of the European Calcified Tissue Society and the International Bone Mineral Society, Geneva, 25-29 June 2005. 3. Fardellone P, Gaudin AF, Cotte FE, Lafuma A, Marchand C et al. Comparison of the persistence of daily and weekly bisphosphonates in French female patients treated for osteoporosis. Poster presented at presented at 27th Annual Meeting of the American Society of Bone and Mineral Research, Nashville, USA 23-27 September 2005. 4. Bartl R, Goette S, Hadji P, Hammerschmidt T. Persistence and compliance with daily and weekly-administered bisphosphonates for osteoporosis treatment in Germany. Poster presented at 5th European Congress on Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis and Ostheoarthritis,16-19 March 2005, Rome, Italy. 5. Cramer J, Amonkar M, Hebborn A, Altman R. Compliance and Persistence with Bisphosphonate Dosing Regimens Among Women with Postmenopausal Osteoporosis. Current Medical Research and Opinions 2005; 21(9): 1453-60. 6. Sebaldt R, Shane LG, Pham BZ, Cook RJ, Thabane L. et al. Impact of non-compliance and non-persistence with daily bisphosphonates on longer-term effectiveness outcomes in patients with osteoporosis treated in tertiary specialist care. J Bone Miner Res 2004;19 (Suppl. 1): (Abstract M423) 7. Kanis JA and Johnell O. Requirements for DXA for the management of osteoporosis in Europe. Osteoporos Int 2005; 16:229. 8. Chesnut CH, Skag A, Christiansen C, Recker R, Stakkestad JA et al. Effects of Oral Ibandronate Administered Daily or Intermittently on Fracture Risk in Postmenopausal Osteoporosis. Journal of Bone & Mineral Research 2004;19(8):1241-49. 9. McClung MR, Drezner MK, Reginster J-Y, Bolognese M, Hughes C et al. Once-Monthly Oral Ibandronate Is At Least As Effective As Daily Oral Ibandronate In Postmenopausal Osteoporosis: 2-Year Findings from MOBILE . Abstract presented at 27th Annual Meeting of the American Society of Bone and Mineral Research, Nashville, USA 23 - 27 September 2005.

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