Vom Transporteur zum Logistik-Profi

Ausbildung zum "Speditionslogistiker" als Höherqualifizierung nach der Lehre - Salcher: "Absolventen sehr gefragt"

Wien (PWK152) - Die Ausbildung zum "Speditionslogistiker" wird als eigener Lehrberuf und als Höherqualifizierung nach der vorangegangenen Lehre als "Speditionskaufmann/-frau" angeboten.

"Speditionslogistiker und Speditionslogistikerinnen sind in der Branche sehr gefragt", freut sich Hans-Dieter Salcher, Obmann des Fachverbandes Spedition & Logistik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), über den seit Herbst 2004 angeboten jungen Lehrberuf.
Die Qualifikation zum "Speditionslogistiker" bzw. zur "Speditionslogistikerin" kann im Rahmen einer selbständigen kompletten Lehre oder als Höherqualifizierung nach der Lehre als "Speditionskaufmann/-frau" erworben werden. "Im Unterschied zum Speditionskaufmann, bei dem das Hauptaugenmerk auf dem internationalen Transportwesen liegt, sehen wir den Speditionslogistiker vor allem als Partner der heimischen Wirtschaft. Der Speditionslogistiker plant für Unternehmen den kompletten Logistik-Prozess und wickelt diesen auch ab", beschreibt Salcher den neuen Lehrberuf.

577 Speditionskaufleute sowie 65 Speditionslogistiker befanden sich mit Ende 2005 in Ausbildung. Mit knapp 40 Prozent sind in beiden Lehren die Frauen erfreulich gut vertreten. Bereits rund 30 Speditionskaufleute haben im zu Ende gegangenen Lehrjahr die Ausbildung als "Speditionslogistiker/-in" (4. Lehrjahr) absolviert und dank der Zusatzausbildung auch bereits ein Betätigungsfeld gefunden", berichtet Salcher.

Logistik hat auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Konjunktur. Auslagerung ist angesagt. Keine Frage also, dass gut ausgebildete Spezialisten auch gute Zukunftssaussichten haben. Denn wer weiterkommen will, dem stehen viele Studienmöglichkeiten offen, so Salcher. "Unsere Unternehmen tun viel für den Nachwuchs, der hohen Ausbildungsstandard wird weltweit anerkannt. Nur schade", bedauert Salcher, "dass viele junge Menschen noch immer falsche Vorstellungen von der Arbeit und den Aufstiegschancen in Spedition und Logistik haben und deshalb eine Ausbildung in diesem Beruf oft nicht in Erwägung ziehen". Denn wie kaum eine andere Lehre biete diese auch international sehr viele Möglichkeiten, resümiert Salcher.

"Spedition und Logistik" ist eine der wichtigsten Zukunftsbranchen der heimischen Wirtschaft. Allein hierzulande arbeiten derzeit rund 200.000 Menschen dafür, dass Güterströme weltweit funktionieren. Durch die Globalisierung eröffnen sich in diesem Sektor neue Tätigkeitsfelder. Spediteure und Speditionslogistiker als moderne Dienstleister planen und managen die Transportkette vom Rohstofflieferanten über den Produzenten und Händler bis zum Kunden. Seine Aufgabe ist es, zeit- und kostenabhängig den richtigen "Mix" der Transportformen - Straße, Schiene, Wasser, Luft - zu finden und die geeigneten Partner auszuwählen.

Die Dienstleistung beschränkt sich nicht nur auf das Überbrücken von Distanzen, sondern umfasst alles, was rundum dazu notwendig ist. Vom Bei- und Umpacken über Kleinmontagen, Markenartikel-Distribution und Regalpflege bis zur Ausstellung von Lieferscheinen und Rechnungen reichen die Aufgaben eines universellen Dienstleistungsanbieters. Neue Produktions- und Distributionsformen mit möglichst geringer Lagerhaltung und raschem Warenumschlag haben in den letzten Jahren den Spediteur darüber hinaus zum gefragten Spezialisten für die Entwicklung von branchenspezifischen und individuellen Logistikkonzepten gemacht, schließt Salcher.

Speditionen sollten bereits jetzt den Berufschulen ihren Bedarf an Ausbildungsplätzen melden. Dann kann im Herbst ein erster Lehrgang angeboten werden. (hp)

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