Wehsely eröffnete europäisches Antidiskriminierungsseminar

Wien als Zentrum eines AdR-Seminars zum Schutz von Minderheiten und zu Maßnahmen gegen Diskriminierung

Wien (OTS) - "Wien ist nicht zufällig der optimale Ort, um ein europäisches Seminar zum Thema Antidiskriminierung und Schutz von Minderheiten durchzuführen. Wir haben hier die Expertise und freuen uns daher, dass der Ausschuss der Regionen hier vor Ort diese wichtigen Themen diskutiert", erklärte die für Antidiskriminierung zuständige Wiener Stadträtin Sonja Wehsely am Freitag bei der Eröffnung des Seminars des Ausschusses der Regionen "Der Beitrag der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften zum Schutz von Minderheiten und zu den Maßnahmen gegen Diskriminierung" in Wien. Anwesend waren weiters Michel Delebarre, Präsident des Ausschusses der Regionen, Hans Winkler, Staatssekretär im Außenministerium, Beate Winkler, Direktorin der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC).****

Wehsely: "Wien ist in Sachen Antidiskriminierung führend in Österreich: Die Stadt Wien ist mit 65.000 hervorragenden MitarbeiterInnen Wiens größte Arbeitgeberin. Es ist daher nur logisch und wichtig im Sinne unserer Vorbildwirkung, wenn in Wien - in Übererfüllung der Antidiskriminierungs-Richtlinie - eine Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen existiert, die intern für MitarbeiterInnen des Wiener Magistrats bei Fällen von Diskriminierung zuständig ist." Darüber hinaus gibt es in Wien die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, die für die Beratung lesbischer, schwuler und transGender-Personen sowie extern für Schulungen und Sensibilisierung zuständig ist.

"Wien ist auch das einzige österreichische Bundesland, das eine eigene Abteilung für Integration und Diversität hat. Die MA 17 (Integrations- und Diversitätsangelegenheiten) ist unmittelbar in der Wiener Stadtverwaltung angesiedelt und ist einerseits interne Dienstleisterin für andere Magistratsabteilungen, damit diese ihr Service zielgruppenspezifisch auch für MigrantInnen optimal erbringen können", so Wehsely.

Die MA 17 ist aber darüber hinaus die Schnittstelle zu den vielen Vereinen in Wien, in denen sich MigrantInnen organisieren, und ist auch für deren Förderung zuständig. Ein wichtiger Schwerpunkt der MA 17 ist die Hilfestellung beim Spracherwerb von MigrantInnen.

Der Ausschuss der Regionen (AdR) ist die politische Interessenvertretung der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften in der Europäischen Union. Der AdR wurde 1994 eingerichtet, um die VertreterInnen der Städte und Regionen bei der Entwicklung europäischer Rechtsvorschriften einzubinden. Die EU-Kommission und der Rat müssen den Ausschuss der Regionen in sämtlichen Bereichen, in denen Legislativvorschläge der EU Auswirkungen auf die regionale und kommunale Ebene haben könnten, um Stellungnahme ersuchen.

Kommission, Rat und Europäisches Parlament können den AdR überdies in weiteren Bereichen befassen, wenn ein Legislativvorschlag ihres Erachtens erhebliche regionale oder lokale Auswirkungen hat. Der AdR kann auch von sich aus Initiativstellungnahmen abgeben und hat dadurch die Möglichkeit, Themen auf die Agenda der EU zu setzen. (Schluss) me

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