OGH-Urteil: Verleger und redmail setzen sich gegen Post AG durch

Post AG missbraucht marktbeherrschende Stellung - redmail macht Verlegern Umstiegsangebot

Wien (OTS) - Eine für Zeitungsverleger wichtige Entscheidung wurde vom Obersten Gerichtshof für rechtskräftig erklärt: Mit ihren Fünfjahresverträgen missbrauche die Post AG eine "marktbeherrschende Stellung". Die Post AG ist nun nicht mehr dazu berechtigt, die in diesen Verträgen festgelegte hohe Pönale einzufordern, vielmehr kann jeder Verleger jetzt ohne Sanktionen aus seinem Fünfjahresvertrag aussteigen. Damit ist der Umstieg von der Post zu anderen Dienstleistern ohne Zusatzkosten möglich. Das Gerichtsverfahren wurde von redmail Österreichs größtem privaten Postzusteller geführt, um Verlegern den Umstieg zu redmail zu ermöglichen.

Fünfjahresverträge sind in der Wirtschaft nichts Ungewöhnliches wenn der Kunde allerdings von einem marktbeherrschenden Unternehmen dazu verpflichtet wird, jährlich eine Mindestmenge abzunehmen und bei Unterschreiten dieser Mindestmenge den gesamten Rabatt rückwirkend zurückzahlen muss dann ist das nicht in Ordnung. So entschied es jedenfalls der Oberste Gerichtshof und machte damit den Weg frei für viele Verleger, ohne Verluste zu privaten Postdienstleistern zu wechseln. Dabei geht es für die Privaten um viel Geld: Geschätzte 100 Mio. Euro jährlich wurden bisher bei der Post AG mit diesen Verträgen gebunden. Für redmail-Geschäftsführer Kurt Schügerl bedeutet das Urteil einen weiteren Schritt zu gleichen Bedingungen am liberalisierten Postmarkt: "Die Verträge wären bis Ende 2006 gelaufen. Da jeder ab sofort und ohne Verlust aussteigen kann, wird das noch in diesem Jahr den Markt verändern."

Schügerl richtet an die nun "freien" Verleger auch gleich ein Angebot zum Umstieg: "Als junges Unternehmen sind wir flexibler und können uns auf geänderte Kundenbedürfnisse besser einstellen als Monopolisten. Nach diesem OGH-Urteil machen wir allen Verlegern ein Umstiegsangebot: Wer jetzt zu redmail wechselt, kann sich sofort zehn Prozent seiner bisherigen Zustellkosten sparen. Das garantieren wir jedem, der auf eine Zustellung durch uns umsteigt ganz ohne Fünfjahresvertrag."

redmail setzte 2005 mit 450 Beschäftigten und 4.500 Zustellern über 50 Mio. Euro um. Das Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen der Styria Media AG und der holländischen TNT Post. redmail war bisher vorwiegend für Geschäftskunden tätig. Das Kerngeschäft ist die Zeitungszustellung (Kleine Zeitung, Presse, Standard, Salzburger Nachrichten, Wiener Zeitung), die Verteilung von Prospekten und die Briefzustellung. In Österreich deckt redmail bereits mehr als 70 Prozent der Haushalte ab, in Kärnten, dem Bundesland mit dem ersten privaten Postamt, sind es bereits 97 Prozent.

Pressefoto: http://www.redmail.at/uploads/media/Presse15_01.jpg Bildtext: redmail-Geschäftsführer Kurt Schügerl

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