ÖAMTC kritisiert Gesetzesvorlage zum neuen Energieversorungsgesetz

Erdölknappheit mit Lagerhaltung von Raps und Zuckerrüben zu begegnen, ist nicht sinnvoll

Wien (OTS) - Um Erdölknappheit oder den "worst case" einer Ölkrise zu verhindern, sind alle Länder dazu verpflichtet gewisse Reserven für Krisenzeiten zurückzuhalten. Eine vernünftige Sache, was fossile Kraftstoffe anlangt. Der Entwurf zum Energie-Versorgungssicherheitsgesetz 2006, Artikel 4, sieht vor, dass künftig auch Biosprit gelagert werden soll. "Was ein völliger Unsinn ist, da es keinen Sinn macht Rohstoffe wie Raps für Krisenzeiten zu lagern", kritisiert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau.

Grundsätzlich spricht sich der ÖAMTC für die geregelte Bevorratung von Erdöl und Erdölprodukten, insbesondere für Krisenzeiten, aus. "Und, wir treten aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit für eine verstärkte Anwendung biogener Kraftstoffe eine, sofern diese dafür geeignet sind, fossile Kraftstoffe zu ersetzen", so die ÖAMTC-Expertin.

Nicht nachvollziehbar für den Club ist, warum biogene Kraftstoffe und vor allem deren Rohstoffe wie Raps oder Zuckerrüben, in die Krisenlagerhaltung integriert werden sollen. An der Sinnhaftigkeit ein Krisenlagerung von Grundprodukten wie Raps und Zuckerrüben hegen wir ernsthafte Zweifel", sagt Brugger-Brandau. Auf keinen Fall darf es aber dazu kommen, dass Lagerkosten für Biosprit auf die Konsumenten abgewälzt werden.

"Wir wollen verhindern, dass eine neugeschaffene Krisenlager-Haltungsverpflichtung für Grundprodukte eine zusätzliche Kostenbelastung für die Autofahrer darstellt", erklärt die ÖAMTC-Expertin. "Außerdem wäre das für eine erfolgreiche Marktdurchdringung mit Biosprit nicht förderlich, sondern eher kontraproduktiv", so Verkehrswirtschaftsexpertin Brugger-Brandau abschließend.

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