Jugendvertretung: Jugendarbeit ist Bildungsarbeit

Jugendvertretung an EU-BildungsministerInnen: "Lebenslanges Lernen" darf nicht zum Schlagwort verkommen

Wien (OTS) - "Jugendorganisationen nehmen als Hauptanbieterinnen
von nicht-formaler Bildung eine bedeutende Rolle in der Entwicklung vieler junger Menschen ein", betont Anja Fellerer, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung (BJV) anlässlich des Treffens der EU-BildungsministerInnen am 16./17. März 06. "In unserer Wissensgesellschaft ist lebenslanges Lernen von großer Bedeutung", so Fellerer weiter, "und nicht-formale Bildung ist ein wesentlicher Teil dieses Lernens.

Bildung passiert überall

"Wenn eine wissensbasierte Gesellschaft unsere oberste Priorität ist, dann muss das in allen Bereichen sichtbar werden: von der Krabbelstube, über die Jugendorganisationen bis hin zu den Hochschulen", ist Fellerer überzeugt. Nicht formales Lernen ist grundsätzlich frei zugänglich, erfolgt freiwillig, ist individuell auf die Lernenden zugeschnitten, wird in hohem Ausmaß von ihnen mitgestaltet und erfolgt unter flexiblen Rahmenbedingungen. Eine Anerkennung nicht-formaler Bildung bedeutet somit auch die Anerkennung des großen Wertes, den Kinder- und Jugendarbeit für die Gesellschaft hat. Fellerer: "Nicht zu unterschätzen ist der Wert nicht-formaler Bildung hinsichtlich der Integration Jugendlicher am Arbeitsmarkt. Gerade ehrenamtliches Engagement in Jugendorganisationen gibt vielen jungen Menschen Selbstvertrauen und vermittelt Soft Skills, d.h. soziale und emotionale Kompetenz." Eine breite gesellschaftliche Anerkennung auch von künftigen ArbeitgeberInnen sei daher wichtig.

EU-weit umdenken und nicht-formale Bildung aufwerten

"Wir wollen nicht den fünften Anerkennungspass für Freiwilligenarbeit. Das ist zwar auch gut und wichtig, aber was wir dringend brauchen, sind Konzepte, wie sich formale und nicht-formale Bildung nachhaltig ergänzen können", bekräftigt Fellerer. Es sei dringend notwendig europaweit umzudenken: "Ohne Jugendarbeit ist Bildung nicht vollständig. Lebensbewältigung wird in der Schule jedenfalls nicht unterrichtet", argumentiert Fellerer. Anerkennung in unserer Gesellschaft werde letztlich oft über finanzielle Anerkennung ausgedrückt. Diese braucht Jugendarbeit dringend.

Positionen und Forderungen der Bundesjugendvertretung zur nicht-formalen Bildung auf www.jugendvertretung.at.

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