Ärztekammer zu Qualitätssicherung: Hauptverband falsch informiert

Pjeta: "Völliges Unverständnis über Behauptungen des Hauptverbands"

Wien (OTS) - Auf entschiedene Zurückweisung ist heute eine Stellungnahme des Hauptverbandes zur neuen Qualitätssicherungskampagne der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) gestoßen, wonach der Hauptverband behauptet, es seien weder Qualitätskriterien noch ein Evaluierungsbogen für die Qualitätssicherung von Arztordinationen, noch Sanktionen bei gravierenden Mängeln vorgesehen. Alles liege vor, korrigierte der Präsidialreferent für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der ÖÄK, Dr. Otto Pjeta den fälschlich entstandenen Eindruck in einer Aussendung. Es gebe 60 vom Gesundheitsministerium genehmigte Qualitätskriterien.

Pjeta: "Ich bin völlig überrascht über die Unkenntnis des Hauptverbandes, der offenbar weder unsere Vorbereitungen, noch die Verordnung der ÖÄK, noch das ASVG richtig kennt. In letzterem sind ja bekanntlich Sanktionen bis zum Vertragsentzug für Ärzte vorgesehen, die die Auflagen nicht erfüllen." Ferner greife auch noch das Disziplinarrecht.

Er verwehre sich entschieden dagegen, dass der Hauptverband Stimmung mache, indem er "Behauptungen dieser Art in die Welt setze", kritisierte der ÖÄK-Experte. Pjeta: "Ich will nicht hoffen, dass es hier um eine gezielte Desinformation der Öffentlichkeit geht. Aber es ist doch sehr verwunderlich und völlig unverständlich, dass der Hauptverband nicht weiß, was im ASVG steht. Ich fordere die sonstigen nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe als auch den Hauptverband auf, für ihre Berufe und Institutionen öffentliche Qualitätskriterien und ein Evaluierungsprogramm ins Leben zu rufen."

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