Konecny: Schüssel-Wahlhilfe für Berlusconi setzt Österreich in falsches Licht

Wien (SK) - Als "völlig unannehmbar" bezeichnete der
Internationale Sekretär der SPÖ, Albrecht K. Konecny, die Absicht von Bundeskanzler Schüssel, an einer EVP-Tagung in Rom zur Unterstützung des Wahlkampfes für Silvio Berlusconi teilzunehmen. Während des EU-Vorsitzes muss sich selbstverständlich auch der ÖVP-Obmann eine gewisse parteipolitische Zurückhaltung auferlegen, wenn er nicht die völlige Unglaubwürdigkeit des österreichischen Vorsitzes riskieren will", so Konecny Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Dass Berlusconi zu dieser Wahl gemeinsam mit der rechtsextremen "Sozialen Alternative" von Frazu Mussolini antritt und ein Wahlbündnis mit der den Holocaust leugnenden "Fiamma Tricolore" abgeschlossen hat, sollte für jeden demokratischen europäischen Politiker - auch solche christdemokratischer Orientierung -eigentlich bedeuten, jeden Kontakt mit ihm abzubrechen. Der einzige legitime Grund für Schüssel nach Rom zu reisen, wäre es, wenn die EVP Berlusconi in bei ihrer Tagung in Rom ausschließen würde, betonte Konecny.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf den früheren deutschen Bundeskanzler Kohl, der sich klar für Berlusconis Gegenkandidaten Prodi ausgesprochen hat. "Kohl kennt Berlusconi zur Genüge; er hat daraus die einzig mögliche Konsequenz gezogen. Auch Schüssel sollte Berlusconi eigentlich gut genug kennen, um jede Wahlhilfe für ihn peinlich zu vermeiden", betonte Konecny abschließend. (Schluss) ah/mp

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