Kanzler Schüssel in NEWS: Rüge an EU-Kritiker, Schelte gegen Haider

Regierungschef will sich nicht "um irgendwelche oppositionelle Stimmen kümmern" und rät Haider indirekt, "nicht ständig Interviews" zu geben.

Wien (OTS) - In erstaunlich forschem Ton meldet sich Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS zu den Themen EU-Kritik und Jörg Haiders Ortstafelaktivitäten zu Wort. Zur inner-österreichischen Kritik an seinem EU-Vorsitz wird Schüssel mehr als deutlich: "Ich finde ich es nicht angebracht, dass man da jetzt innenpolitische Dispute ausficht. Die Bewertung der österreichischen Präsidentschaft wird von Europa, von den EU-Mitgliedsstaaten, vom EU-Parlament, von der Kommission, von der europäischen Öffentlichkeit vorgenommen und nicht von irgend welchen oppositionellen regierungsfeindlichen Stimmen. Da bin und bleibe ich sehr entspannt."

Die Frage, wie lange er noch dem Treiben Jörg Haiders in der Ortstafelfrage und gegen den Verfassungsgerichtshof zusähe, erklärt Schüssel im NEWS-Gespräch so: " Ich habe in der Regierung eine sehr gemeinsame Linie, die Ortstafelfrage im Konsens mit den Kärntnern zu lösen. Ich lasse mir meinen Optimismus nicht nehmen, dass eine Lösung möglich ist. Wir haben Zeit bis Ende Juni", und ohne den Namen Haiders zu nennen: "Aber mit ständigen Interviews dazu werden wir es nicht schaffen."

Beim Termin für die Nationalratswahlen hat Schüssel den November 2006 als "Soll-Termin" im Visier. Scharf dementierte der Kanzler, dass ein äußerst harter Wahlkampf bevorstünde: "So hat das niemand von uns in der ÖVP gesagt, das war nur ein etwas seltsamer Zeitungstitel.

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