ÖAAB-Pirker zu Geburtenrückgang: Jungfamilien eine Chance geben

Gratis-Kindergartenplatz für zumindest ein Jahr

Klagenfurt (OTS) - "Wenn die Geburtenzahlen weiterhin so zurückgehen, ist unser Wirtschaftsstandort Kärnten massiv gefährdet und die Finanzierbarkeit unseres Sozialsystems ein kaum lösbares Problem", sagte heute der ÖAAB Landesobmann Hubert Pirker zum drastischen Geburtenrückgang in Kärnten.

Pirker betonte, dass in den letzten Jahren so viele sozial- und familienpolitische Maßnahmen umgesetzt wurden, wie unter keiner Regierung zuvor. Mit Kinderbetreuungsgeld für alle, Familien-Hospizkarenz, Recht auf Elternteilzeit sowie verbesserter Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Pension liegt Österreich in Europa im Spitzenfeld bei der Familienförderung, so Pirker, der als Mitglied des EU-Parlaments den europäischen Vergleich kennt. "Es war daher auch ein ganz wichtiger Schritt von LR Josef Martinz, die Einführung des Schulstartgeldes und des Babygeldes in Kärnten durchzusetzen", unterstützt Pirker den Kärntner ÖVP-Landesparteiobmann. Trotzdem werden immer weniger Kinder geboren.

"Geld erleichtert zwar vieles, ist aber nicht alles. Der Knackpunkt liegt in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Spagat, der von vielen nicht geschafft wird", sagte Pirker. Auch wenn die Politik verbesserte Rahmenbedingungen schafft, so muss sich letzten Endes aber die Einstellung unserer Gesellschaft zum Kind und zur Familie zum positiven hin verändern.

Der ÖAAB verlangt vom Land Kärnten für jedes Kind einen Gratis-Kindergartenplatz für zumindest ein Jahr. Die Kinderbetreuungseinrichtungen vom Krabbelalter bis zum 14. Lebensjahr müssten sich am tatsächlichen Bedarf orientieren. Die Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld sei anzuheben. "Kinderbetreuung muss für alle leistbar sein. Kinderbetreuungskosten müssen daher steuerlich absetzbar sein, bei Eltern mit niedrigem Einkommen sowie Steuerbefreiten muss die Negativsteuer wirksam werden", so Landesobmann Pirkers abschließende Forderung.

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