ÖGJ: Berufsreifeprüfung muss in allen EU-Ländern zum Studium berechtigen!

Europaweiter, freier Uni-Zugang ohne Studiengebühren gefordert

Wien (ÖGJ/ÖGB) - Der Europäische Qualifikationsrahmen, der auf der Tagesordnung des informellen Rats der EU-BildungsministerInnen morgen, Donnerstag, steht, kann ein wichtiges Instrument zur Unterstützung von Bildungs- und Arbeitsmobilität darstellen, so der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Eder. "Besonders wichtig aus ArbeitnehmerInnen-Sicht ist eine möglichst hohe Einstufung der österreichischen Berufsreifeprüfung sowie deren Anerkennung als europaweite Studienberechtigung. Weiterbildungsbereiten ArbeitnehmerInnen dürfen keine Hürden mehr in den Weg gestellt werden", fordert Eder.++++

Beim Europäischen Qualifikationsrahmen handelt es sich um eine achtstufige Skala, mit der die verschiedenen Schul- und Berufskompetenzen der EU-Ländern bewertet werden und daher leichter vergleichbar gemacht werden. "Die österreichische Politik muss sich dafür einsetzen, dass unsere Bildungsabschlüsse auch ihrem tatsächlichen Niveau entsprechend eingestuft werden und den AbsolventInnen keine Nachteile durch beispielsweise niedrige Einstufung entstehen", so Eder. Priorität muss dabei für die Gewerkschaftsjugend die Berufsreifeprüfung haben.

Europaweit freier Uni-Zugang ohne Studiengebühren

"Hochschulbildung muss für alle frei zugänglich sein. Das ist wegen finanzieller Zugangsbeschränkungen, wie sie in Form der unsozialen Studiengebühren leider auch in Österreich existieren, in vielen EU-Ländern nicht der Fall", sagt Jürgen Eder. Für viele Jugendliche sind Studiengebühren, die neben den Kosten für Lebensunterhalt, Wohnen, Lehrbücher usw. aufzubringen sind, die entscheidende Zusatzbelastung, die sie von der Universität fernhalten. "Wenn entsprechend der Lissabon-Ziele eine wissensbasierte Gesellschaft unser Ziel sein soll, können wir uns so bildungsfeindliche Steuerungsinstrumente wie Studiengebühren einfach nicht mehr leisten", schließt Eder.(fk)

ÖGB, 15. März
2006 Nr. 176

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Florian Kräftner
Tel.: (++43-1) 534 44/290 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002