Bartenstein beim G 8-Energieministertreffen in Moskau

Diskussionsschwerpunkte sind Versorgungssicherheit und Energieeffizienz - Treffen mit Präsident Putin

Moskau (BMWA-OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein nimmt morgen, Donnerstag, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des EU-Energieministerrats am Energieministertreffen der G 8 - der Gruppe der 8 weltweit bedeutendsten Industriestaaten - in Moskau teil. Im Kreml steht ein Zusammentreffen mit Präsident Wladimir Putin auf dem Programm. Russland führt in der G 8 derzeit den Vorsitz. Die Konferenz, an der neben den Energieministern auch die Spitzenvertreter der Internationalen Atomenergiebehörde, der Internationalen Energieagentur, des Internationalen Energieforums, der Weltbank und der OPEC teilnehmen, wird sich vor allem mit Fragen der globalen Energieversorgungssicherheit, der Energiemarkteffizienz und der Nachhaltigkeit der internationalen Energiesysteme beschäftigen. Die Erhöhung der europäischen Energieversorgungssicherheit und eine verstärkte Kooperation mit der Russischen Föderation im Energiebereich gehören auch zu den Schwerpunkten des österreichischen EU-Vorsitzes.

Bereits heute trifft Bartenstein den Stellvertretenden Vorsitzenden der Gazprom, Alexander Medvedev, zu einem bilateralen Gespräch und wird mit ihm das Dispatching Center der Gazprom besichtigen. Gazprom ist die größte Gasfirma der Welt mit einer jährlichen Fördermenge von 545 Milliarden Kubikmeter Gas, Österreich hat 2005 etwa 5,4 Milliarden Kubikmeter aus Russland importiert. Damit werden rund 60% des österreichischen Gasverbrauchs abgedeckt (20% kommen aus dem Inland, der Rest aus Deutschland und Norwegen).

Seit 1968 importiert Österreich aufgrund eines Erdgas-Liefervertrages zwischen der OMV und Gazprom russisches Erdgas. Die OMV war damals das erste westliche Unternehmen, das einen solchen Liefervertrag mit der damaligen Sowjetunion abschloss. Die Versorgung Österreichs mit russischem Erdgas war nach dem Zerfall der Sowjetunion und auch während der jüngsten Gaskrise zwischen Russland und der Ukraine stets gewährleistet. Fossile Energieträger - Erdöl und Erdgas - machen daher insgesamt 87 % der österreichischen Importe aus Russland aus. Vor allem die gestiegenen Energiepreise haben im Vorjahr für den starken Anstieg des Importwertes (+61% gegenüber 2004) gesorgt.

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