ÖVI: Dynamische Büro-Märkte in Westösterreich

Wien (OTS) - Über hundert Makler, Verwalter und Bauträger des Österreichischen Verbandes der Immobilientreuhänder treffen sich zur 22. Winterseminarwoche im Tiroler Ort Längenfeld. Vom 11. bis 18. März diskutieren die ÖVI-Mitglieder mit Experten aktuelle Themen der Branche, die von der Liegenschaftsverwertung bis zu globalen Immobilienentwicklungen reichen. Wesentliche Grundlagen des gesamten Immobiliengeschäfts bilden Branchenkennzahlen, um eine höchstmögliche Markttransparenz zu erzielen. Erstmals wird daher auf der Winterseminarwoche die brandaktuelle Studie zu den Büromärkten in den westlichen Bundesländern vorgestellt.

Neun Studierende der Fachhochschule Kufstein haben konkret die Büromärkte in Linz, Salzburg, Innsbruck, Feldkirch und Dornbirn untersucht. Ihre Kennzahlen liefern endlich relevante Daten zu jenen Bürostandorten, die noch nicht ins Blickfeld der internationalen Immobilienanalysten geraten sind, für Investoren dennoch zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Ergebnisse der ÖVI-Studie sind mehr als nur beachtlich, wenn man den Büroflächenbestand betrachtet: In den Landeshauptstädten bewegen sich die Gesamtzahlen der Büroflächen von 1,0 Mio. Quadratmeter (Salzburg) über 1,1 Mio. Quadratmeter (Innsbruck) bis 1,4 Mio. Quadratmeter in Linz. Im "Ländle" existieren kleinere Flächen mit jeweils 0,2 Mio. Quadratmeter in Feldkirch und Dornbirn.

Mieter-Markt

Leerstand, Mietpreis und Rendite bieten über die quantitativen Zahlen hinaus relevante Informationen für diese regionalen Märkte. Die Analysten der ÖVI-Studie orten für alle Städte einen Mieter-Markt, womit das Angebot die Nachfrage übersteigt. Im Vergleich zur Bundeshauptstadt, wo die Leerstandsrate bei rund 6 Prozent angesiedelt ist, wie der neue Marktbericht von ÖVI-Mitglied NAI Otto feststellt, liegen die westlichen Büromärkte mit Ausnahme von Feldkirch über diesem Niveau. Mieter können also aus einem Spektrum von Bürogebäuden, das für sie am besten geeignete Objekt aussuchen. Top-Ausstattung mit perfekter Kommunikationsinfrastruktur wird erwartet und von den Vermietern auch sehr oft geboten. Die Qualität der Ausstattung und im Besonderen die Lage bestimmen den Mietpreis.

Linz Salzburg Innsbruck Feldkirch Dornbirn Gesamtbürofläche in m2 1,4 Mio. 1,0 Mio. 1,1 Mio. 0,2 Mio. 0,2 Mio. Leerstandsquote 10 % 7 % 6 % 5 % 9 % Mietspanne in Euro/m2 5,5-11 5-11,5 5,5-11,5 8-10 7-10 Rendite 5,5 % 5,5 % 6,0 % 6,0 % 6,0 %

Die Mietpreise in den westlichen Bundesländern liegen generell auf einem ähnlichen Niveau. Zwischen 5Euro und maximal 11,5Euro angesiedelt, bewegen sie sich auf Grund des wachsenden Angebotes auf gleich bleibendem Niveau. Das wird sich, wie die Analysten der ÖVI-Studie erkennen konnten, in Zukunft nicht wesentlich ändern. Ähnlich wie in der Bundeshauptstadt entsteht die Nachfrage nach neuen Büroflächen aus der Überlegung der Mieter die Unternehmensstandorte zu konzentrieren oder infrastrukturell bessere Objekte zu beziehen. Als Beispiele nennen die Autoren der Studie die Verwaltung des Landes Oberösterreich, die einen gemeinsamen Standort bezieht oder die Bank für Tirol und Vorarlberg, welche in Innsbruck einen ähnlichen Prozess anstrebt.

Diese Umstrukturierungen in der Unternehmensansiedlung haben unmittelbar auch Auswirkungen auf städtebauliche Entwicklungen. So entsteht im Zug der Bahnhofsoffensive ein attraktives Viertel nahe dem Linzer Bahnhofsareal oder eine Achse zwischen Salzburgs Zentrum und dem Flughafen.

Renditen

Bei allen untersuchten Märkten sind die Renditen auf niedrigem Niveau. Für institutionelle Anleger bedeutet dies, dass sie verhältnismäßig viel für die Objekte ausgeben. Dennoch suchen Investoren verstärkt Objekte in den Bundesländern, nachdem auch in Wien das Angebot von Anlageobjekten künftig noch stärker sinkt.

Immobilien-Marketing mit Dynamik

Das steigende Angebot an Neuflächen stellt Eigentümer und Immobilienmakler vor neue Herausforderungen. Nicht nur hochwertige Objekte sind gefordert und werden von den Maklern maßgeschneidert dem Kunden vermittelt, auch Zusatzdienstleistungen, wie etwa Informationsschalter und Sekretariatsdienste, ergänzen das Angebot der Büroflächen und steigern den Mehrwert für den Mieter. Die Studie zeigt eindeutig ein dynamisches Wachstum auf den genannten Märkten. Gute Standortwahl vorausgesetzt, können neue Projekte erfolgreich funktionieren. Zu beobachten ist, dass ein starker Wettbewerb vorhanden ist, dem sich der Mietpreis stellen muss und die Qualitätsansprüche der Nutzer anheben lässt. Eine solche Entwicklung erfordert auch von Maklern und Immobilienmanager eine Steigerung ihrer Kompetenzen in allen Bereichen der Immobilienvermittlung und-verwaltung. Damit leistet die ÖVI-Studie auch interessante Ansatzpunkte zur Diskussion auf der 22. Winterseminarwoche in Längenfeld.

Zur Studie:

Die "Büromarktstudie Westösterrreich 2005/2006. Linz - Salzburg -Innsbruck - Feldkirch - Dornbirn" wurde von den Studierenden der Fachhochschule Kufstein verfasst: Thomas Bischofer, Martin Geisler, Josef Grander, Sigrid Gruber, Gerhard Hochmuth, Isabella Khuen, Andreas Rédecsy, Elisabeth Reich und Andreas Wilhelm.

Die Projektleitung übernahmen ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel, FH-Studiengangsleiterin Julia Jedelhauser und Philipp Kaufmann (Lentia Immobilien)

Rückfragen & Kontakt:

Gert Walden
ÖVI-Pressereferent
Tel.: 0676 900 33 42

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