Moser: Grasser will mehr europäische Monopole und Oligopole schaffen

Wien (SK) - "Mit seinen heutigen Aussagen in Brüssel redet Finanzminister Grasser einmal mehr einem wilden Konzentrationsprozess in Europa das Wort ", sagte SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser. Grasser wolle vollkommene Freizügigkeit bei grenzüberschreitenden Übernahmen, sodass in Wild-West-Manier der Große ungehindert den Kleinen fressen kann. Die Konsequenz aus dieser Politik sei aber nicht mehr Wettbewerb und niedrigere Preise für die Konsumenten, sondern das Gegenteil: Weniger Wettbewerb, weil sich dadurch europäische Monopole bzw. Oligopole herausbilden und daraus resultierend höhere Preise, gab Moser zu bedenken. ****

Dass Grasser mit seiner Theorie der schrankenlosen Liberalisierung falsch liege, kann man an den Zahlen leicht ablesen. So sei die Arbeitslosigkeit in der EU mit 34 Millionen Personen so hoch wie nie und die Energiepreise zumindest in Österreich seien ebenfalls in den letzten Jahren deutlich angestiegen. "Grasser will nach dem Ausverkauf der Industrie offensichtlich auch die Versorgungsbetriebe verscherbeln, und setzt sich daher für grenzüberschreitende Übernahmen im Energiesektor ein. Es stellt sich daher die Frage, ob er nun nach der Post auch die Beteiligungen des Bundes an den Energieversorgern veräußern will", so Moser.

Ein zusätzlicher Wettbewerb wird jedenfalls nach einem Konzentrationsprozess nicht stattfinden, ist Moser überzeugt. Denn logischerweise seien dann weniger Teilnehmer am Markt, und Arbeitsplätze würden nicht zuletzt durch weitergehende Rationalisierung und Synergieeffekte verloren gehen. "Man kann an den Aussagen Grassers erkennen, dass er ganz offensichtlich die ersten beiden Semester in Wettbewerbspolitik auf der Universität versäumt hat", schloss der SPÖ-Wirtschaftssprecher. (Schluss) ns

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