GPA: Klare Absage an generelle Sonntagsöffnung in Wien

Gesprächsbereitschaft über Regelung in Tourismuszone bleibt unverändert

Wien (GPA/ÖGB) - Eine klare Absage an eine generelle Sonntagsöffnung in Wien erteilte heute die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA). "Es besteht aus wirtschaftlicher Sicht überhaupt kein Grund, die bestehenden Öffnungszeiten auszuweiten. Der Drang einiger Einkaufszentren, am Sonntag zu öffnen, hat nur mit ihrem Bestreben zu tun, ihre Umsätze auf Kosten der Konkurrenz auszuweiten. Die Arbeitsbedingungen und Beschäftigungschancen der Handelsangestellten spielen dabei eine so untergeordnete Rolle, dass sie in den Diskussionen der Unternehmer nicht einmal Erwähnung finden", so der GPA-Wirtschaftsbereichssekretär Manfred Wolf zur heute wiederum aufgeflammten Öffnungszeitendiskussion.++++

"In Wien sind wir, so wie in anderen Bundesländern auch, bereit, über Sonderregelungen in Tourismuszonen zu verhandeln. Wir warten mit Spannung auf die Ergebnisse der Wirtschaftskammerumfrage. Es ist für uns aber sicher, dass zum Beispiel der Wiener Gürtel oder Wien-Kagran keine Tourismuszonen sein können. Es wäre auch zu begrüßen, wenn all jene PolitkerInnen, die sich erfreulicherweise zum arbeitsfreien Sonntag bekennen, bei der generellen Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Handelsangestellten, wie etwa Einkommen und Mitbestimmungsmöglichkeiten, der Gewerkschaft genau so politische Schützenhilfe leisten", so der Vorsitzende des Wirtschafsbereiches Handel in Wien, Franz Georg Brantner.

ÖGB, 13. März 2006 Nr. 171

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