European Students Convention geht zu Ende

Drei Kernforderungen an BildungsministerInnengipfel formuliert

Wien (OTS) - Die von der Österreichischen HochschülerInnenschaft organisierte European Students Convention geht heute in Wien zu Ende. Vier Tage lang haben 120 Studierende aus 37 unterschiedlichen Ländern über den sogenannten Lissabon-Prozess debattiert und ein Statement ausgearbeitet.
Die drei Kernforderungen der europäischen Studierenden an den BildungsministerInnengipfel lauten (gekürzt):

Studiengebühren abschaffen - Mehr Geld für Bildung.
Die europäische Studierendenvertretung unterstützt dezidiert höhere Investitionen in Hochschulen, die durch einen effizienteren Einsatz bestehender Ressourcen ergänzt werden sollen. In allen Europäischen Staaten haben vor allem vor allem die reichsten Studierenden Zugang zu Hochschulen, der Großteil der jungen Menschen kann die Kosten, die mit Hochschulbildung verbunden sind, nicht tragen. Obwohl alle Investitionen in den öffentlichen Sektor angesichts aktueller Reformen unter Druck stehen, betont die europaweite Studierendenvertretung mehr denn je, dass Hochschulbildung frei für alle sein muss. Wenn eine wissensbasierte Gesellschaft unsere oberste Priorität ist, muss sich das im Hochschulbereich in der Abschaffung von Studiengebühren wiederspiegeln.

Studierende in den Lissabon-Prozess einbinden
Alle Hochschulreformen betreffen direkt die Studierenden. Die europaweite Studierendenvertretung betont daher, dass alle diese Reformen entsprechend mit StudierendenvertreterInnen diskutiert werden müssen bevor sie umgesetzt werden. Mit dem Beitrag der Studierenden wird nicht nur die Qualität der Reformen gesteigert, sie werden auch an Legitimität bei ihrer Umsetzung gewinnen. Wir fordern die europäischen BildungsministerInnen auf, sicherzustellen dass die nationalen StudierendenvertreterInnen in alle Schritte als gleichberechtigte PartnerInnen mitbestimmen können, wenn Sie auf nationaler Ebene Koordinationsgruppen für die Implementierung des Arbeitsprogramms einrichten.

Gleichheit im Hochschulbereich.
Die europaweite Studierendenvertretung ist sicher, dass ein stärkerer Fokus auf Gleichbehandlung und Zugang zum Studium nötig ist. Soziale Zielsetzungen müssen im Kern jeder Hochschulreform stehen. Wir müssen dringend ein offeneres Bildungssystem für ethnische Minderheiten, Studierende mit Behinderung, Studierende aus bildungsfernen Schichten und alle anderen Gruppen schaffen, deren Anteil an Hochschulen geringer ist als erwartet. Die europaweite Studierendenvertretung ruft die europäischen BildungsministerInnen auf, konkrete Ziele für die Beteiligung unterrepräsentierter Gruppen im Hochschulbereich zu setzen, und soziale, finanzielle und akademische Mittel einzusetzen, um deren Beteiligung zu erhöhen.

Die vollständige Version des Statements sowie honorarfreie Fotos von der Convention erhalten sie gerne auf Anfrage.

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