VP-Stiftner: Bis 2010 sollten 20 % des Wiener Energiebedarfs aus alternativen Quellen kommen

Wien (VP-Klub) - "Die Stadt Wien muss in Zukunft verstärkt in die Nutzung von Alternativenergien investieren und Förderungen in die Verwendung alternative Energieanlagen offensiv anbieten und besser publik machen. Nur so kann ein verstärkter Umstieg auf umweltfreundliche Energien erreicht werden", so ÖVP Wien Umweltsprecher LAbg. Roman Stiftner im heutigen Montags-Pressegespräch der ÖVP Wien.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Probleme bei der Umsetzung des KLIP und forderte die Stadtregierung daher auf, das bereits im Vorjahr umsetzungsreife Städtische Energieeffizienz Programm (SEP) endlich zu beschließen. Stiftner: "Der Stadt Wien ist es bis jetzt noch nicht gelungen, die im Klimaschutzprogramm (KLIP) festgelegten Ziele hinsichtlich der Reduktion von Klimaluftschadstoffen zu erreichen. Statt wie angekündigt den CO2 Ausstoß in Wien um 14 Prozent zu reduzieren, ist dieser in letzten Jahren sogar um 22 Prozent angestiegen. Die Ursachen dafür sind eindeutig: Die Umweltpolitik der SP-Stadtregierung beschränkt sich lediglich auf Zielformulierung, bei der Umsetzung ist die Stadt bisher gescheitert. Hier ist anzusetzen und ein konkreteres Maßnahmenprogramm zur Effizienzsteigerung der Energieversorgung Wiens ist endlich zu erstellen und zu realisieren."

Biomasseoffensive gefordert

Gleichzeitig forderte Stiftner eine Offensive zum Einsatz von Biomasse zur Energieproduktion für Wien. "Wien ist mit dem Bau des geplanten Biomassekraftwerkes in Simmering zwar auf dem richtigen Weg, hat diesen aber erstens zu spät und zweitens mit der alleinigen Festlegung auf diesen einzigen Standort nicht ausreichend beschritten", so Stiftner. Er schlägt in diesem Zusammenhang die Umrüstung stillgelegter Kesselanlagen bei den großen Wiener Kalorischen Kraftwerken in Biomasseanlagen vor. Errichtet werden sollte nach Meinung Stiftners auch eine weitere Biogasanlage, die anders als die geplante direkt Bioerdgas für das Wiener Gasnetz liefern soll.

Um die Rohstoffaufbringung für dieses Programm aufzubringen, tritt Stiftner für den Anbau von Energiepflanzen ein. So könnten in und um Wien Energiefelder entstehen, die neben der Sicherstellung einer ökologisierten Energieerzeugung auch noch eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit für die ohnehin unter Wettbewerbsdruck stehende Landwirtschaft darstellen würde. Darüber hinaus verlangt Stiftner auch die Umsetzung der von der ÖVP Wien schon seit Jahren geforderte Gaskesselaustauschaktion. "Ziel muss es sein, bis zum Jahre 2010 insgesamt 20 Prozent des Wiener Energiebedarfs aus alternativen Energiequellen zu decken", schloss Stiftner.

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