Glawischnig: Russische Atomoffensive mit EU-Gas-Milliarden?

Bartenstein muss bei Energieministerrat Anti-Atomlinie vertreten

Wien (OTS) - "BM Bartenstein muss Russlands Atomplänen eine klare Absage erteilen und darf der Atomindustrie in Europa keine neuen Hintertüren aufmachen", fordert Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen. Russland will noch im März über den Bau von vierzig neuen Atomkraftwerken entscheiden. Finanziert werden soll die fünfzig Milliarden Euro teure Atomoffensive vom russischen Gasriesen Gasprom, der halb Europa mit Erdgas versorgt. "Es kann nicht im Interesse Österreichs und der EU sein, dass Russland mit jenen Milliarden, die Europa für Erdgasimporte bezahlt, die größte Atomoffensive in der Geschichte startet", so Glawischnig, die von BM Bartenstein fordert, das Thema beim morgigen EU-Energieministerrat auf die Tagesordnung zu setzen. Die russischen Atompläne würden das Atomrisiko für Europa massiv erhöhen, da Sicherheitsstandards für russische Atomanlagen äußerst mangelhaft seien.

Glawischnig fordert von BM Bartenstein, beim morgigen Energie-Sonderministerrat eine klare Anti-Atomlinie zu vertreten. "Atomkraft ist keine Zukunftsoption, in der EU ein Minderheitenprogramm und sollte daher keinesfalls mit EU-Geldern gefördert werden", so Glawischnig. "Geht es nach der europäische Atomlobby, soll Atomkraft unter dem Deckmantel des Klimaschutzes auf eine Stufe mit erneuerbaren Energieträgern gestellt mit öffentlichen Subventionen weiter ausgebaut werden", warnt Glawischnig mit Hinweis auf das neue EU-Grünbuch, das Passagen enthalte, die klar in diese Richtung gingen. "20 Jahre nach der verheerenden Atomkatastrophe von Tschernobyl muss sich die österreichische Präsidentschaft klar dem europäische Atomausstieg verpflichten. Wenn es der Atomlobby gelingen sollte, Ausbau und Förderwürdigkeit der Atomenergie in die offiziellen EU-Energiebeschlüsse beim Energieministerrat und dem folgenden EU-Rat hinein zu reklamieren, wäre das ein Versagen der österreichischen Präsidentschaft", schließt Glawischnig.

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