Grüne Wien: Sonntagsöffnung geht auf Kosten der Frauen

Vana: Bessere Arbeitsbedingungen für Handelsangestellte

Wien (OTS) - "Eine weitere Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten, insbesondere die Sonntagsarbeit, geht auf Kosten der Frauen", warnt die Stadträtin und Frauensprecherin der Grünen Wien, Monika Vana. So lange die Rechte der Bediensteten nicht maßgeblich verbessert werden, kommt für die Grünen keine Ausweiterung der Öffnungszeiten in Frage.

In Wien sind im Einzelhandel insgesamt etwa 57.000 Personen beschäftigt, mehrheitlich Frauen (in der Gruppe der Angestellten 64 Prozent). Sie sind konfrontiert mit familienfeindlichen Arbeitszeiten, niedrigen Löhnen und gesundheitlichen Belastungen. Atypische und prekäre Beschäftigungsverhältnisse ("Working Poor") sind die Regel, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Aufstiegschancen kaum vorhanden. Auch für Kinderbetreuung und Verkehrsverbindungen zum Arbeitsplatz gibt es insb. außerhalb der üblichen "Normalarbeitszeiten" zu wenig Vorsorgen. 87 Prozent der Teilzeitbeschäftigten im Handel sind Frauen. Die SPÖ hat schon bei der letzten Ausweitung der Öffnungzeiten im Jahr 2003 eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Handel versprochen, passiert ist bisher nichts.

Die aktuelle Studie der Wirtschaftskammer ist eine reine Geldverschwendung - liegt doch die letzte Umfrage erst zwei Jahre zurück. Mehr als 80 Prozent der Befragten haben sich damals deutlich gegen eine weitere Ausweitung der Öffnungszeiten ausgesprochen. Die betroffenen ArbeitnehmerInnen wurden nicht in die Umfragen einbezogen. Vor zwei Wochen haben sich auch die Geschäftsleute der Mariahilfer Straße zu einem überwiegenden Teil, nämlich zu 84 Prozent gegen eine Öffnung der Geschäfte am Sonntag ausgesprochen.

"Statt immer neuer Befragungen brauchen Handelsangestellte bessere Arbeitsbedingungen, dazu gehört der Ausbau arbeitsrechtlicher Standards, die Schaffung qualitativer, existenzsichernder Teilzeitarbeit, Mehrstundenzuschläge für Teilzeitbeschäftigte, Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns auf Stundenbases, Mitbestimmung bei den Dienstplänen und Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftige im Handel", fordert Vana abschließend.

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