• 13.03.2006, 11:30:04
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GBH-Bundesvorstand: Haubner-Leistung: Gesetz ohne Wirkung!

Schwerarbeitspfusch ist Katastrophe für Bau- und Holzarbeiter!

Wien (GBH/ÖGB) - Der Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz
(GBH) fordert anlässlich seiner heutigen Sitzung die Rücknahme und
komplette Überarbeitung der Schwerarbeitsregelung der
Bundesregierung. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und
ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer bekräftigt: "Diese Regelung ist ein
Trauerspiel, ganz nach dem Motto `Stell dir vor, es gibt eine
Schwerarbeitsregelung, und keiner kann sie in Anspruch nehmen!´."++++

Die GBH hat immer wieder betont, dass Menschen, die eine derart
schwere Arbeit wie z. B. im Bau- oder Steinarbeiterbereich leisten,
körperlich nicht in der Lage sind, ihren anstrengenden Beruf bis zum
65. Lebensjahr auszuüben. Gerade die Bauarbeiter sind kaum in der
Lage, die verlangten 45 Versicherungsjahre zu erreichen. Die
durchschnittliche Lebenserwartung von Bauarbeitern liegt, wie die GBH
nachgewiesen hat, auf Grund der schweren Arbeitsbelastungen bei 62,7
Jahren!

Driemer: "Jene rund 80 Prozent der Arbeitnehmer im Baubereich, die
aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, das vorgesehene
vorzeitige Pensionsalter für Schwerarbeiter von 60 zu erreichen,
müssen in die Invaliditätspension gehen. Für diese Schwerarbeiter ist
die Schwerarbeitsregelung völlig unwirksam! Man bestraft diese
Bauarbeiter für ihre Schwerarbeits-Leistung noch mit zweistelligen
Abschlagsprozentsätzen bei der Pensionsberechnung. Auch jene, die in
jungen Jahren Schwerarbeit geleistet haben und auf Grund der schweren
Arbeit die Branche wechseln müssen, haben nichts von dieser Regelung!
Das ist eine Verhöhnung der schwer arbeitenden Menschen!"

Der Bundesvorstand der GBH bekräftigt: "Die Bundesregierung und
allen voran Sozialministerin Haubner haben einmal mehr das
`D´rüberfahren´ zu ihrem Prinzip erhoben. Der ÖGB hat bereits 2003
ein Konzept für eine Schwerarbeitsregelung vorgelegt, die GBH hat
Anfang 2004 eine große Schwerarbeitsstudie präsentiert. All diese
Konzepte wurden, ebenso wie die berechtigte Kritik aller ExpertInnen
- auch aus den Reihen der Regierungsparteien - einfach ignoriert.
Stattdessen hat die Bundesregierung eine Regelung gestaltet, die ein
Minderheitenprogramm, unsozial und ungerecht ist, die bis 2010
höchstens rund 300 bis 500 Männer - Frauen sind zur Gänze
ausgeschlossen - in Anspruch nehmen können. Alle anderen, die rund
240.000 Bau- und HolzarbeiterInnen und viele andere schwer arbeitende
Menschen, haben von dieser Regelung überhaupt nichts!"

ÖGB, 13. März 2006
Nr. 164

Rückfragehinweis:

Gewerkschaft Bau-Holz
   Presse und Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Sonja Schmid
   Tel. 01/40147-246
   Fax: 01/40147-314
   E-Mail: sonja.schmid@gbh.oegb.or.at
   www.bau-holz.at

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