Neues Volksblatt: "Bruch total" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 10. März 2006

Wien (OTS) - Wie schwer es Partik-Pable, Hofmann und Neudeck gefallen ist, nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft "ihre" FPÖ zu verlassen, war in jeder Sekunde ihrer gestrigen Pressekonferenz zu spüren. Es war der konsequente Schlusspunkt aus der Entwicklung der FPÖ: Grundsätzliche Sachorientiertheit - bei durchaus kritischer Beurteilung etwa der Positionen Partik-Pables in der Ausländerpolitik - hat in einer Partei, die auf totale Opposition setzt und plumpem Remmidemmi gegenüber einem Mindestmaß an programmatischem und intellektuellem Tiefgang den Vorzug gibt, keinen Platz.
Damit ist auch die selbst auferlegte Mission von Partik-Pable & Co. -den Bruch im sogenannten dritten Lager zu kitten oder zumindest die Gesprächsbreitschaft zu wahren ˜ gescheitert. In ihrem FP-Austritt liegt auch das Ende manch' letzter Illusion von einer orange-blauen Wiedervereinigung. Abseits der ohnedies unversöhnlichen Proponenten -dem Polit-Marktschreier Strache und dem zwischen Phasen des Rabaukenhaften und Staatsmännischen wechselnden Haider. NR-Wahl und Wahlkampf werden zum Showdown in Orange und Blau.

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