"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Teurer Spaß" (Von Johannes Huber)

Ausgabe vom 10. März 2006

Wien (OTS) - Im österreichischen Parlament gibt es eine freiheitliche Fraktion, in der bis gestern zwölf BZÖ-, fünf FPÖ-Mitglieder und ein "unabhängiger" Abgeordneter saßen. Zu den fünf FPÖ-Vertretern ist anzumerken, dass drei stets auf die Parteilinie gepfiffen und daher mit den orangen Kollegen gestimmt haben.
Das soll - gelinde ausgedrückt - absurd sein? Stimmt. So gesehen ist es denn auch bedeutungslos, dass sich diese drei Ur-Freiheitlichen um Helene Partik-Pablé nun dazu entschlossen haben, ins Lager der "unabhängigen" Männer und Frauen des freiheitlichen Parlamentsklubs zu wechseln: Es ändert sich sowieso nichts.

Ja, unbeschwertes Gelächter wäre in Anbetracht all dieser Possen durchaus angemessen, wäre da nicht eine schmerzliche Nebenwirkung:
Wir Steuerzahler müssen das auch noch finanzieren.
Die freiheitliche Fraktion wird gefördert, obwohl sie von BZÖ und FPÖ gebildet wird - von zwei Parteien also, von denen die eine nie auch nur eine einzige Wählerstimme erhalten hat; und die andere mit Reinhard Bösch und Barbara Rosenkranz nur noch zwei Abgeordnete zählt.
Diese Gruppierung verdient keinen Cent mehr. Weder in Form der Akademienförderung, die das Kanzleramt derzeit prüft, noch in Form jeder anderen Unterstützung aus öffentlichen Mitteln.

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