Forstbetriebe sind Partner für Tourismus und Freizeitwirtschaft

Naturschutz muss kontinuierlich begleitet werden

Wien (OTS) - In unserer hektischen Zeit ist der Wald für die Menschen eine Oase der Ruhe und ein wichtiger Ort, um Kraft zu tanken " Er soll daher auch in Zukunft für jeden zu Erholungszwecken begehbar sein", betont Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. Doch der Wald erfüllt gleichzeitig noch viele andere Funktionen: er bietet Schutz vor Lawinen und Muren, ist Wasserspeicher und Luftfilter. Darüber hinaus produziert dieser Naturraum den umweltfreundlichen Rohstoff Holz. Diese umfassenden Leistungen ermöglicht die österreichische Forstwirtschaft mit ihrem umsichtigen Waldmanagement. Dank der sorgfältigen Pflege und Bewirtschaftung bewahren die Waldbewirtschafter die Gesundheit der Natur.

In unserer Erlebnisgesellschaft entstehen immer mehr Sportarten und Freizeitaktivitäten, die im Wald ausgeübt werden. Viele davon werden von Unternehmen angeboten und vermehrt touristisch vermarktet. "Der Wald ist auch Betriebsfläche", erklärt Montecuccoli". "Wer den Wald für gewerbliche Zwecke nutzt, soll dafür auch bezahlen." Es gibt dafür bereits erfolgreiche Vertragsmodelle - wie etwa Reitwege und Mountainbikestrecken. So stehen Radbegeisterten heute in Österreich unter anderem rund 20.000 km geregelte und gesicherte Mountainbike-Wege zur Verfügung.

Naturschutzgebiete sollen nötige Kriterien erfüllen

Der Wald ist die grüne Hälfte Österreichs. Über 47 Prozent der Staatsfläche, das sind 3,924.000 Hektar, sind mit Wald bestockt. Die österreichische Waldfläche nahm im Durchschnitt der letzten Jahre um ca. 5.100 Hektar jährlich zu. Über 30 Prozent der heimischen Wälder stehen unter Schutz. Doch diese Gebiete verändern sich über die Zeit. Unter anderem, weil sich die Situation um diese Naturräume weiter entwickelt - dazu gehört etwa der Bau von Autostraßen oder auch das Entstehen von Wohnsiedlungen. "Es ist daher sinnvoll, kontinuierlich zu überprüfen, ob die bestehenden Schutzgebiete die geforderten Kriterien noch erfüllen", so Montecuccoli. Zudem gibt es heute neue Naturschutz-Instrumente wie Natura 2000 oder LIFE-Projekte. Diese erachten oftmals andere Gebiete als schutzwürdig, als früher ausgewiesene Naturschutzgebiete. Um die heutigen Schutzziele zu erreichen, sollte man die vorhandenen Mittel möglichst effizient einsetzen.

Forstwirtschaft sichert Arbeitsplätze

Für die nachhaltige Waldwirtschaft sorgen zu einem großen Teil private Waldbesitzer: 80 Prozent der Wälder sind Privateigentum. Etwa 200.000 Familien besitzen - oft auch nur ein kleines Stück - Wald und bewirtschaften dieses im Sinne des Generationenvertrages. Sie sichern damit nicht nur den Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern auch das Einkommen für etwa 250.000 Menschen. Holz ist unsere wichtigste erneuerbare Ressource, schont die Umwelt und ist vielseitig einsetzbar. Damit die österreichische Forstwirtschaft auch in Zukunft ihre Aufgaben erfüllen kann, muss die Politik gute Rahmenbedingungen schaffen.

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